Eine liebe Freundin hat mich gefragt, was man bei Neurodermitis machen kann. Wieso bekommen manche Kinder Neurodermitis, und andere nicht? Rote, juckende, schuppige und empfindliche Haut? Immer mehr Kinder haben Neurodermitis! Was genau ist denn Neurodermitis und wie kann man sie behandeln? Ist Neurodermitis heilbar? Was muss mach beachten? Was sollten Kinder essen, und was meiden? In diesem Blogbeitrag versuche ich dir einen kurzen Überblick über die Neurodermitis zu geben. Ich möchte dir aus Sicht der Naturheilkunde zeigen, wie man eine Neurodermitis behandeln kann. Heilbar ist sie nicht, aber es gibt Kinder die mit einer ganzheitlichen Behandlung symptomfrei leben können.

Es gibt ca. 6 Mio. Neurodermitiker. Jedes 2-3 Kind leidet an einem Ekzem und jedes 7-10 Schulkind hat Neurodermitis. Das sind erschreckend hohe Zahlen, daher möchte ich die Neurodermitis aus naturheilkundlicher Sicht beleuchten.

Was genau ist denn Neurodermitis?
Die Neurodermitis beginnt oft schon im frühen Kindesalter und ist eine chronische, entzündliche juckende Hauterkrankung. Es ist keine reine Hauterkrankung, sondern eine Erkrankung, die durch verschiedene Faktoren ausgelöst wird. Bei der Neurodermitis ist die Hautbarriere gestört und das Immunsystem verändert. 20-30% der Neurodermitiker haben eine Nichtallergische Form und die anderen 70-80% haben eine allergische Form. Die Neurodermitis kann akut und chronisch verlaufen und ist NICHT HEILBAR. Die Symptome können behandelt werden und es gibt auch Kinder, die nach entsprechender Behandlung, symptomfrei durchs Leben gehen, aber die Erkrankung an sich ist nicht heilbar, weil genetisch bedingt. Neurodermitis verläuft meist schubweise und immer wiederkehrend. Die Symptome können je nach Jahreszeit stärker oder schwächer sein. Im Winter können die starken Temperaturschwankungen die Haut reizen und im Sommer kann der Schweiß auf der Haut für vermehrten Juckreiz sorgen.

Was sind die allgemeinen Symptome?
Starker anfallsartiger Juckreiz
Blutige Kratzspuren
Trockene schuppige Haut
Teilweise nässende Hauterscheinungen
Rote Flecken
Krusten
Erhabene Hauterscheinungen
Papeln
Ohrläppchen- & Mundwinkelrhagaden (Einrisse und wunde Stellen)

Lokalisation – Wo genau findet sich Haut, die von Neurodermitis betroffen ist?

Bei Babys: am ganzen Körper, ausgenommen im Windelbreich.

Bei Kleinkinder: Rücken, Innenseite der Arme, Rückseite der Beine und an den Knöcheln.

Bei Jugendlichen: Nacken, Hals, evtl. Gesicht und Kopfhaut, Innenseiten der Ellenbogen, Kniekehlen, Füßen.

Wie entsteht der Juckreiz?
Der quälende Juckreiz entsteht durch entzündungsverursachende Eiweißbestandteile und freigewordene juckreizauslösende Gewebestoffe, die sich in der Haut ablagern. Wir sprechen hier von einem Teufelskreislauf. Denn sobald das Kind kratzt, wird Histamin ausgeschüttet und es wird mehr gekratzt, da mehr Histamin den Juckreiz verstärkt.

Welche Faktoren spielen bei der Neurodermitis eine Rolle?
Genetische Faktoren
Ernährung
Impfungen
Übertriebene Hygiene
Vitamin D3 Mangel
Klimatische Bedingungen
Stress
Traumata
Schadstoffbelastungen

Was macht die Schulmedizin bei Neurodermitis?
Basistherapie mit Pflegesalben
Cortisonsalben
In der Regel eine rein symptomatische Behandlung

Wie kann die Naturheilkunde bei Neurodermitis helfen?
Ein ganzheitlicher Ansatz, ist bei der komplexen Erkrankung das einzig sinnvolle. Es ist wichtig, dass Immunsystem zu stärken, damit der Körper sich effektiv gegen Allergene wehren kann. Mit der richtigen Hautpflege wird ein günstiges Haut- & Schleimhautmilieu geschaffen. Alles was die Selbstheilungskräfte unterstützt, sollte Anwendung finden. Es hat sich in Studien gezeigt, dass der Aufbau einer gesunden Darmflora (mittels Probiotika z.B. Mutaflor, Regacan, Omniflora N oder Pro Biocult) sehr wichtig für die Behandlung der Neurodermitis ist. Denn ein gesunder Darm, kann effektiv gegen Allergene vorgehen.

Das Erkennen und Ausschalten von Allergenen (z.B. Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Umweltfaktoren, Tierhaare und Federn) ist ein zentraler Aspekt bei der Behandlung der Neurodermitis. Der vermutlich wichtigste oder bedeutendste Teil der Neurodermitisbehandlung ist die Juckreizlinderung (kühlen, Umschläge, Luftfeuchtigkeit regulieren und Wohntemperatur senken). Die richtige Hautpflege dient dazu die Hautbarrierefunktion zu stabilisieren. Wie schon mehrmals erwähnt spielen Allergene eine große Rolle in der Entstehung der Neurodermitis, und daher ist es unabdingbar, die Ernährung zu optimieren. Dazu später mehr.

Bei der Neurodermitis ist es wichtig, die Psyche zu betrachten und auf sie einzuwirken, hierbei ist es wichtig, dem Kind beständig Zuwendung und Aufmerksamkeit geben und nicht nur wenn es kratzt. Ein gesundes und allergiearmes Umfeld schaffen (Bekleidung, Waschmittel, Kinderzimmer, Haustiere, Klima beachten) ist ein wichtiger Bestandteil, bei der ganzheitlichen Behandlung.

Die Phytotherapie hat viele Möglichkeiten um die Neurodermitis zu behandeln: z.B. Tee aus Stiefmütterchen (wirken entzündungshemmend, lindern den Juckreiz und regen den Stoffwechsel an), Ringelblumenblüten (wirken entzündungshemmend, regen das Immunsystem an, und helfen gestaute Lymphe abzutransportieren), Mandelsüßblüten, Kamillenblüten (wirken antiallergisch) und Lemongras. Außerdem können Waschungen mit Labkraut durchgeführt werden. Labkraut wirkt: unterstützt das Lymphsystem bei der Ausscheidung der reizenden Stoffwechselprodukte. Tee mit Labkraut ist ebenfalls hilfreich.

Des Weiteren können folgende Behandlungsmöglichkeiten helfen: Spagyrik, Gemmotherapie, Homöopathie, Fußzonenreflex Therapie, Eigenbluttherapie, Nosodentherapie, Bachblüten, Entspannungstechniken, Phototherapie und die Akupunktur.

Last but not least, kann es Hilfreich sein, Gamma Linolensäure zuzuführen, da diese dem Organismus nicht ausreichend zur Verfügung steht (dazu Nachtkerzenöl innerlich und äußerlich anwenden).

Die natürliche Hautpflege ist das A & O bei Neurodermitis, da durch eine falsche Hautpflege die Neurodermitis verschlimmert werden kann. Das liegt meistens an den starken chemischen Inhaltsstoffen in den herkömmlichen Pflegeprodukten.

Ernährung bei Neurodermitis:
Folgende Produkte eignen sich gut für Kinder mit Neurodermitis:
Frischkorngerichte, Vollkornprodukte, Butter, Olivenöl, Leinöl, Sonnenblumenöl, Sahne, Obst, getrocknetes Obst, Kartoffeln, Gemüse, Salat, Sprossen, vegane Brotaufstriche, Kräuter, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Sesam, Leinsamen, Cashewnüsse, Walnüsse, Paranüsse, Wasser, Tee, Smoothies, verdünnte Säfte.

Grundsätzlich sollte die Ernährung basenreich sein.

Gemieden werden sollte:
Fisch, Fleisch (besonders Schweinefleisch), Wurst, Käse, Sojaprodukte, Eier, Milch, Joghurt, Quark, Tofu, Hefe, Weizen, Zucker, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Säuerungs- & Verdickungsmittel sowie Farmstoffe.

Die Neurodermitis ist ein sehr komplexes Krankheitsbild, welches ganzheitlich behandelt werden sollte. Ich hoffe ich konnte in der Kürze einen kleinen Einblick über die Erkrankung geben und dir zeigen, wie eine ganzheitliche Therapie aussehen kann.

Ich hoffe dir hat dieser Beitrag neue Erkenntnisse gebracht. Ich freue mich, wenn Du meinen Blog auch deinen Freunden empfiehlst und wenn du meinen Newsletter abonnierst. Gerne lade ich dich auch in meine Facebookgruppe ein, wo Du mir jederzeit deine Fragen stellen kannst. Du möchtest noch mehr aus der Kindernaturheilkunde lernen? Dann empfehle ich dir gerne meine Bücher und meine Online Kurse, schau dich unter meinen Menüs BÜCHER und KURSE um. Folge mir auch auf Facebook, Instagram, Pinterest und YouTube sowie SoundCloud.

Bei Fragen, Anregungen oder Verbesserungsideen schreib mir gerne eine Mail.

Bleib gesund!

Deine Isabel

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.