Nach dem es in den letzten zwei Blogbeiträgen um die Neurodermitis und Windeldermatitis ging, möchte ich heute über die Hautpflege im Allgemeinen schreiben. Was gibt es bei der Hautpflege zu beachten? Worauf achte ich selber als Mama und auf Naturheilkunde spezialisierte Kinderkrankenschwester? Was solltest Du meiden und welche Schätze hat die Natur für unsere Haut? Das erfährst Du in diesem Blogbeitrag.

 

Lass uns zu beginn einen kurzen Exkurs in die Biologie machen.

Die Haut ist ein sehr großes und wichtiges Organ. Sie besteht aus verschiedenen Schichten. Die Haut bildet die Grenze vom Inneren und Äußeren unseres Körpers. Eine wichtige Aufgabe der Haut ist es, den Körper vor Wärmeverlust zu schützen und Sinnesreize aufzunehmen. Eine weitere sehr wichtige Aufgabe der Haut ist es, den Körper vor äußeren Reizen zu schützen, also z.B. der Schutz vor Viren und Bakterien, die in die Haut eindringen und den Organismus krank machen können. Die Haut verhindert unter anderem auch, dass der Körper Flüssigkeit verliert. Wie Du siehst, ist die Haut ein sehr wertvolles Organ und die Aufgaben sehr vielseitig und wichtig für einen gesunden Organismus. Die Haut benötigt also eine optimale Pflege um ihre Eigenschaften zu erhalten.

 

Der pH-Wert

Damit die Haut ihrer natürlichen Funktion nachkommen kann, ist es wichtig, zu wissen, dass die Haut einen natürlichen pH-Wert hat und diesen benötigt um physiologisch zu funktionieren. Der natürliche pH-Wert der Haut befindet sich zwischen 4,1- 5,8 und ist somit leicht sauer. Dieser pH-Wert entsteht durch das Zusammenspiel von Schweißproduktion und Talgproduktion der entsprechenden Drüsen auf der Haut. Wasser aus unseren Wasserleitungen hat einen pH-Wert von 7,0- 8,5 und ist somit neutral bis schwach alkalisch. Ein entscheidender Faktor, bei der Auswahl von Pflegeprodukten, sollte immer der Blick auf den pH-Wert sein. Wenn auf einem Produkt steht, dass es „hautneutral“ ist, dann ist damit gemeint, dass der pH-Wert dem der Haut (4,1- 5,8) entspricht.

 

Anhand der Haut lässt sich einiges beobachten und feststellen:

Wenn wir die Haut betrachten, können wir mehrere Dinge beobachten und beurteilen. Einmal wäre da die Hautfarbe. Sie kann von blass bis rosig sein. Wenn der Körper krank ist, dann kann man das unteranderem auch an einer veränderten Hautfarbe feststellen, die Hautfarbe kann dann gräulich oder schlimmstenfalls bläulich sein. Die Hautelastizität gibt Hinweis darauf, ob die Haut gut mit Nährstoffen und Mineralien und Flüssigkeit versorgt ist. Genau wie die Hautbeschaffenheit zeigt, ob sie trocken oder feucht ist. Auch das zeigt ob der Körper mit genug Flüssigkeit versorgt ist. Im gesunden Zustand ist die Haut dehnbar, elastisch und kommt ihrer Schutzfunktion nach.

 

Kommen wir nun dazu, was der Haut schadet:

 

Parabene:

Sie haben eine negativ konservierende Wirkung und sind bei der Entstehung von Krebs beteiligt. Außerdem bergen sie ein hohes Allergierisiko in sich.

 

Silikone:

Silikon ist eine Verbindung zwischen Sauerstoff und Silizium. Es lässt die Haut glatt wirken, wobei es sich hier nur um eine optische Erscheinung handelt und die Hautbarriere trotz allem geschädigt wird. Wenn Silikone dauerhaft verwendet werden, verliert die Haut ihre natürliche Schutzfunktion.

 

Emulgatoren:

Sie dienen dazu, dass Fett/öl sich mit Wasser vermischen lässt. Durch die dauerhafte Nutzung, wird die oberste Hautschicht in ihrer Barrierefunktion geschädigt und die wertvollen Fette der Haut ausgewaschen.

 

Synthetische Duftstoffe:

Sind in der Regel in allen herkömmlichen Pflegeprodukten enthalten, und können Allergien auslösen oder begünstigen.

 

Welche Alternativen gibt es?

Am sichersten für die Haut deiner Kinder und auch für deine Haut ist es, wenn ihr auf industriell hergestellte Produkte verzichtet. Wenn du jedoch etwas nutzen möchtest, dann greife zu veganen und als Naturkosmetik ausgezeichnete Produkte. Du kannst alternativ natürlich auch die Pflegeprodukte für deine Familie selber herstellen. Es gibt zahlreiche Rezepte, wie man vegane Pflegeprodukte selber herstellen kann.

 

Hautpflege in der Naturheilkunde:

Eine gute Pflege für die Haut, ist eine Pflege, die die Haut in ihrem natürlichen Prozess unterstützt. Sie stärkt die Barrierefunktion und unterstützt die Regulation der Haut.  Bei der Hautpflege hält man sich am besten an folgendes Sprichwort: „So wenig wie möglich und so viel wie nötig“.

 

Bei Neugeborenen und Säuglingen reicht es, Wasser und ggf. Muttermilch ins Badewasser zur Reinigung der Haut zu nutzen. Cremes sind nicht nötig. Falls die Haut deines Babys sehr trocken ist, kannst du auch eine Creme aus Muttermilch herstellen. Die Muttermilch enthält wertvolle Inhaltsstoffe, die die Haut deines Babys pflegen können.

 

Bei Kleinkindern reicht es, Wasser und ggf. Kokosöl, Olivenöl oder Hanföl zum Badewasser dazu zugeben. Mehr ist nicht notwendig um die Haut zu reinigen und sie in ihrer Barrierefunktion zu unterstützen.

 

Auch im Schulkind- und Jugendlichenalter reicht die Reinigung mit Wasser. Wenn jedoch ein Zusatz gewünscht ist, dann sollte ein Duschöl oder eine Naturseife mit natürlichen Inhaltsstoffen genutzt werden.

 

Zum Baden/ Duschen eignen sich folgende Öle: kaltgepresstes Sesamöl, Mandelöl, Avocadoöl, Olivenöl oder Rosmarinöl. Diese Öle können nach dem Duschen/Baden auf die noch feuchte Haut einmassiert werden. Außerdem eignet sich folgendes zur natürlichen Hautpflege: Hamamelis, Kamille, Lavendel, Aloe Vera, Johanniskraut, Korianderöl, Ringelblume. Im Beitrag über die Neurodermitis hatte ich bereits Linolensäure zur Hautpflege erwähnt. In folgenden Ölen ist sie enthalten und pflegt die Haut wunderbar: Schwarzkümmelöl oder Nachtkerzenöl.

 

Das Duschen und Baden an sich, sollte zeitlich begrenzt werden um die Hautbarriere nicht unnötig zu schwächen oder zu belasten.

 

Weitere Faktoren für eine gesunde Haut:

Sorge für ein seelisches Gleichgewicht. Nicht umsonst heißt es, dass die Haut der Spiegel der Seele ist. Schaffe eine liebevolle und saubere Umgebung, in der deine Kinder sicher und geborgen aufwachsen. Verzichte auf synthetische Stoffe und nutze für die Kleidung deiner Kinder Naturstoffe. Greife lieber zu ökologischem Waschmittel um auch hier die chemische Reizung der Haut zu meiden. Ein gesundes Immunsystem und eine gesunde Ernährung sorgen ebenfalls für eine gesunde Haut.

Ich hoffe ich konnte in der Kürze einen kleinen Einblick über die natürliche Hautpflege geben und dir zeigen, wie Alternativen zu herkömmlichen Pflegeprodukten aussehen können.

Ich hoffe dir hat dieser Beitrag neue Erkenntnisse gebracht. Ich freue mich, wenn Du meinen Blog auch deinen Freunden empfiehlst und wenn du meinen Newsletter abonnierst. Gerne lade ich dich auch in meine Facebookgruppe ein, wo Du mir jederzeit deine Fragen stellen kannst. Du möchtest noch mehr aus der Kindernaturheilkunde lernen? Dann empfehle ich dir gerne meine Bücher und meine Online Kurse, schau dich unter meinen Menüs BÜCHER und KURSE um. Folge mir auch auf Facebook, Instagram, Pinterest und YouTube sowie SoundCloud.

Bei Fragen, Anregungen oder Verbesserungsideen schreib mir gerne eine Mail.

Bleib gesund!

Deine Isabel

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