Warzen bei Kindern

Warzen bei Kindern

Warzen bei Kindern

Ein kleiner Punkt am Fuß oder an der Hand und lästig… Hattest Du schon mal eine Warze? Jetzt wo es so heiß ist, und alle ins Schwimmbad rennen, könnte es auch deinem Kind passieren, sich anzustecken. Als Kind hatte ich ständig damit zu kämpfen. Ich war ständig beim Arzt, zum rausschneiden… zum vereisen… um wieder eine neue Salbe, ein neues Pflaster oder sonst was zu bekommen um die Warzen loszuwerden. Eine total lästige Sache war es damals… Heute weiß ich, dass die Kindernaturheilkunde andere Möglichkeiten hat. In diesem Artikel geht es um die Warzen an sich, warum sie entstehen, wie und ob man vorbeugen kann und vor allem wie man sie wieder loswerden kann.

Was sind Warzen überhaupt?

Eine Warze ist eine gutartige Hautveränderung. Also erstmal nichts Schlimmes! Warzen sind in der Regel 3-5mm große Wucherungen, die sehr häufig auftreten. Die Oberfläche der Warze zeigt eine unregelmäßige Oberfläche. Eine Warze kann alleine auftreten, aber auch mehrere Warzen können zusammen, wie in einer Gruppe entstehen und sichtbar werden. Warzen entstehen durch Viren. Verschiedene Arten des humanen Papillomavirus, sind für diese Hautveränderung verantwortlich. Meistens begegnen uns diese Viren im indirekten Kontakt, zum Beispiel über den Boden im Schwimmbad oder im direkten Kontakt von Mensch zu Mensch. Warzen an sich sind lästig aber keinesfalls gefährlich. Es handelt sich um eine harmlose Hautveränderung.

Wo können Warzen auftreten?

Betroffene Hautstellen können sein: Hände, Füße oder auch an den Knien. Besonders anfällig ist eine Haut, die ständig feucht ist oder verletzt ist. Dadurch wird die natürliche Barrierefunktion der Haut gestört, und die Viren können ungehindert eindringen. Kinder mit einer allgemeinen Abwehrschwäche sind ebenfalls anfällig sich anzustecken.

Besonderheiten bei Warzen:

Warzen sind in der Regel schmerzfrei. Unter den Füßen können Warzen ein für ein unangenehmes Druckgefühl sorgen. Warzen können Bluten, wenn sie durch mechanische Reizungen aufgerissen werden.

Verschiedene Warzen:

– Normale Warze: vor allem an den Fingern und Zehen. Hierbei handelt es sich um eine raue und größer werdende Hautveränderung. Die Warze hat dabei die normale Hautfarbe und verursacht keine Schmerzen.

– Dellwarzen: hautfarbig und rundlich – den Namen trägt sie, da in der Mitte der Warze eine Delle charakteristisch ist. Dellwarzen kommen häufig an Hals, Gesicht oder Oberkörper vor. Sie werden durch eine Art Pockenvirus hervorgerufen. Das in den Dellwarzen enthaltene Sekret, welches bei Druck herauskommt, ist ansteckend. Bei Kinder mit Neurodermitis konnte eine Neigung zu Dellwarzen beobachtet werden. Dellwarzen heilen von alleine ab. Der Heilungsprozess kann bis zu 6 Monate dauern.

– Fußwarze: weißliche, raue, flache Knoten. In der Regel sind diese Knoten von Hornhaut umgeben und bei Druck können diese auch schmerzhaft sein.

– Flachwarzen: kleine, runde Knötchen welche im Gesicht vorkommen und schmerzlos sind.

– Feigwarzen: im Intimbereich, bei Kindern selten, da sie durch sexuellen Kontakt übertragen werden.

In der Regel heilen Warzen von alleine ab, das kann jedoch mehrere Wochen, Monate und manchmal auch Jahre dauern. Wenn Du dennoch etwas unternehmen möchtest, dann kannst Du deinem Kind mit folgenden Dingen helfen:

– Zwiebel: eine Scheibe auf die Warze legen und mit einem Pflaster fixieren. Am besten über Nacht anwenden.

– Knoblauch: eine Scheibe auf die Warze legen und mit einem Pflaster fixieren. Am besten über Nacht anwenden.

– Schölkraut: der frische milchige Pflanzensaft wird 2 mal täglich direkt auf die Warze aufgetragen werden, und sollte solange aufgetragen werden bis die Warze vollständig verschwunden ist.

– Lebensbaum/ Thuja: als Tinktur äußerlich auf die Warze auftragen. Ist in der Apotheke erhältlich.

– Löwenzahn: den Saft aus dem Stängel direkt auf die Warze auftragen.

– Teebaumöl: direkt einen Tropfen auf die Warze auftragen.

– Ringelblume: auch hier hilft es direkt den frischen Pflanzensaft auf die Warze zu geben, bis die Warze völlig verschwunden ist.

– Frisch gepressten Zitronensaft: 2mal täglich mit einem Wattestäbchen auf die Warze auftragen.

– Apfelessig mit Lavendelöl mischen und 2mal täglich auf die Warze auftragen.

– Propolis kann ebenfalls auf der Warze angewendet werden. Es hat eine antivirale Wirkung.

– Rizinusöl: ebenfalls direkt auf die Warze aufgetragen, hat sich als wirksam erwiesen.

– Salbe aus Wismut und Stibium: in der Apotheke erhältlich und sollte je nach abheilen der Warze 1-3 Monate aufgetragen werden.

– Sonnenhut/ Ecchinacea: solltest Du deinem Kind, bei Verdacht auf eine Immunschwäche, geben um sein Immunsystem zusätzlich zu stärken.

Vorbeugen:

Es lässt sich natürlich nie zu 100% vermeiden, dass dein Kind sich an den Warzenverursachenden Viren ansteckt, trotzdem kannst Du ein paar Dinge beachten um das Risiko zu minimieren:

– Stärke das Immunsystem deines Kindes, dazu habe ich dir einen Blogartikel verlinkt.

– Zusätzlich können Kalt-Warm Güsse um das Immunsystem stärken.

– Nach dem Baden und Duschen die Haut gründlich abtrocken, bei einer feuchte Haut ist die natürliche Barrierefunktion geschwächt.

– In Schwimmbädern am besten Badeschuhen anziehen um den direkten Kontakt zu meiden

– Eine gute Hygiene kann zusätzlich helfen, das Ansteckungsrisiko zu verringern. Was aber nicht heißt, dass die Hygiene deiner Kinder nicht ausreichend ist, wenn sie sich dennoch angesteckt haben.

Kleine Anmerkung zum Schluss:

Zum Arzt musst Du mit deinem Kind in der Regel nicht gehen, wenn es eine Warze hat, da Warzen an sich selber abheilen und Du gegen die Viren ja auch erstmal nichts unternehmen kannst. Sollte eine Warze nach langer Zeit (lang ist hier 2 Jahre) – ja richtig gelesen, 2 Jahre, da der selbstregulierte Heilungsprozess mehrere Wochen, Monate oder eben auch mal ein Jahr dauern kann. Immer zum Arzt gehen solltest Du mit deinem Kind, wenn die Warzen dein Kind stark stören, oder wenn Dellwarzen sich stark vermehren, oder die Warzen stark schmerzen.

Ich hoffe dir haben meine Tipps gefallen. Ich freue mich, wenn Du meinen Blog auch deinen Freunden empfiehlst und wenn du meinen Newsletter abonnierst. Gerne lade ich dich auch in meine Facebookgruppe ein, wo Du mir jederzeit deine Fragen stellen kannst. Du möchtest noch mehr aus der Kindernaturheilkunde lernen? Dann empfehle ich dir gerne meine Bücher, und Online Kurse, schau dich unter meinen Angeboten um. Folge mir auch auf SoundCloud und YouTube sowie Facebook.

Bei Fragen, Anregungen oder Verbesserungsideen schreib mir gerne eine Mail.

Bleib gesund!

Deine Isabel

Wie kannst Du das Immunsystem deines Kindes Stärken?

Wie kannst Du das Immunsystem deines Kindes Stärken?

Das Immunsystem – ein Wort was Du sicher schon öfters gehört hast. Was genau ist denn dieses Immunsystem? Wo befindet es sich und was kannst Du tun, damit dein Kind ein starkes Immunsystem bekommt? Darum soll es in diesem Beitrag gehen.

Das Wort Immun kommt aus dem lateinischen. Es wird von dem Wort immunis abgeleitet, was so viel wie „frei sein/ rein sein/ unempfänglich“ bedeutet. Die Wissenschaft ist noch nicht völlig klar wie die einzelnen Prozesse des Immunsystem funktionieren und die Immunologie (Lehre über das Immunsystem) ist auch noch nicht so alt. Viele komplexe Prozesse konnten dank der modernen Technik erforscht werden. Doch genug dazu, was ist denn jetzt dieses Immunsystem konkret? Wenn wir über das Immunsystem sprechen, meinen wir damit ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren. Das Immunsystem ist kein Organ, sondern ein komplexes System in unserem Körper. Zellen, Botenstoffe, Nerven und Gewebe sind miteinander verbunden und geben ein komplexes Ganze, welches sich als unser Immun- und Abwehrsystem darstellt. Dieses System bildet die Barriere gegen Bakterien und Viren und möchte verhindern, dass krankmachende Erreger in unseren Körper gelangen. Sollten sie aber in unseren Körper gelangt sein, dann wird das Abwehrsystem aktiviert und der Körper versucht über das Immunsystem die Erreger zu beseitigen, damit der Körper gesund bleiben kann. Wenn ein Erreger in den Körper gelangt, bildet der Körper die sogenannten Antikörper um die Erreger unschädlich zu machen. Es gibt zwei Abwehrmechanismen, dass zu erklären würde dich vermutlich nicht brennend interessieren. Ich denke es ist für dich viel spannender zu erfahren wie du das Immunsystem deines Kindes stärken kannst, und darauf konzentrieren wir uns jetzt.

Womit kannst du das Immunsystem deines Kindes stärken?

1. Viel Bewegung an der frischen Luft
Gehe möglichst jeden Tag mit deinem Kind eine Runde an die frische Luft und lass dein Kind an der frischen Luft toben. Ja, auch im Winter. 1-2 Stunden täglich sind da schon sehr effektiv. Frische Luft und Bewegung stärken das Immunsystem.

2. Gesunde und ausgewogene frische Ernährung
Viel Obst und Gemüse versorgen dein Kind mit wertvollen Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen, die dem Körper helfen das Immunsystem aktiv und stark zu halten.
Vitamine können gut über Obst und Gemüse aufgenommen werden. Karotten und Paprika enthalten zum Beispiel viel Vitamin A und E, Zitrusfrüchte vorwiegend Vitamin C. Die B-Vitamine können über eiweißhaltige Lebensmittel wie Milch, Käse oder Joghurt aufgenommen werden, aber auch mit Fleisch und Vollkornprodukten. Neben den Vitaminen sind auch Nährstoffe wie Eisen, Zink, Jod und das Spurenelement Selen essenziell, um die Abwehr zu aktivieren.

3. Heilpflanzen
Immunstärkend wirken: Sonnenhut (Echinacea) und Pelargonienwurzel. Da gibt es Fertigpräparate für Kinder. Je nach Fertigpräparat achte bitte darauf, dass es auch für dein Kind im richtigen Alter zugelassen ist. Holunderbeerensaft stärkt ebenfalls das Immunsystem.

4. Darmflora
Darmbakterien sind sehr wichtig für eine gute Immunabwehr. Um die Darmflora zu stärken kannst du deinem Kind Präparate mit probiotischen Keimen wie Bifidobakterien und Laktobazillen geben. Da gibt es unterschiedliche Fertigpräparate.

5. Schüßler Salze (dazu lass dich bitte von einem Heilpraktiker beraten)

6. Homöopathie (dazu lass dich bitte von einem Heilpraktiker beraten)

Um das Immunsystem deines Kindes stark zu halten vermeide: Stress, ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und Schlafmangel.

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Deine Isabel

Hilfe – es juckt mich – mein Kind hat Läuse!!!

Hilfe – es juckt mich – mein Kind hat Läuse!!!

Kennst Du das? Da spricht jemand über Läuse und es juckt alle am Kopf! Interessantes Phänomen, aber darum geht es hier heute gar nicht. Es geht tatsächlich um Läuse! Parasiten auf dem Kopf! Keine will sie haben und wenn sie jemand hat, haben alle Angst davor sich anzustecken. Was sind denn Läuse, warum juckt es, wenn man sie hat und was kann man tun, um sie loszuwerden? Haben Läuse was mit mangelnder Hygiene zu tun? Braucht man Chemiekeulen um die kleinen ungebetenen Gäste wieder loszuwerden oder hat die Naturheilkunde auch da wertvolle Helfer? Genau darum soll es heute gehen.

Was sind Kopfläuse?

Ein bis Zwei Millionen Menschen haben jährlich Kopfläuse. Der Vollständigkeit halber erwähne ich noch die Filzläuse und die Kleiderläuse. Die Filzläuse sind im Vergleich zu den Kopfläusen kleiner und finden sich dort, wo viele Schweißdrüsen sitzen (meist im Scharmhaarbereich und unter den Achseln, bei Kindern auch an den Wimpern möglich). Die Kleiderläuse finden sich in den warmen Falten der Wäsche und man findet sie nur auf der Haut, wenn sie Nahrung zu sich nehmen wollen.

Alle 3 Arten von Läusen, die beim Menschen vorkommen können, gehören zu den Parasiten. In diesem Artikel soll es aber nur um die sehr häufig auftretenden Kopfläuse gehen.

Gibt es eine Saison für Kopfläuse?

Ja, es gibt eine Saison für Kopfläuse. Hochsaison der Kopfläuse sind die Herbst- und Wintermonate, wenn sich viele Menschen auf engem Raum befinden. In Kindergarten und Schulen gibt es dann meist mehrere Fälle gleichzeitig. Das liegt daran, dass die Übertragung in den meisten Fällen von Kopf zu Kopf geschieht. Durch den engen Kontakt oder auch die gemeinsame Nutzung von Mützen, Hüten, Bürsten/Kämmen, können Läuse ungehindert von Kind zu Kind übertragen werden. Läuse können nicht, wie oft vermutet wird, springen. Aber in letzter Zeit habe ich öfters wieder von einigen Kitas gehört, in denen die Läuse wieder ihr Unwesen treiben, daher schreibe ich heute darüber.

Was passiert, wenn sich ein Kind mit Läusen ansteckt?

Ob man Läuse bekommt oder nicht, hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun! Bei einer Infektion mit Läusen legt die weibliche Laus Eier ab und klebt diese Eier an die Haare. Das sind die Nissen, aus denen dann nach 8 Tagen Larven entwickeln. Diese Larven häuten sich mehrmals und haben sich nach 3 Wochen zu einer neuen Generation entwickelt. Die Läuse haben 3 Stechrüssel, mit denen sie in die Kopfhaut stechen und sich Blut als Nahrung heraussaugen. Kopfläuse ernähren sich ausschließlich vom Blut des Menschen und können ohne Blut nicht überleben. Während diesem einstechen und raussaugen gelangt Speichel in die Kopfhaut. Diese Stiche oder auch Bisse sorgen für einen unangenehmen Juckreiz. Wenn das Kind kratzt, kann zusätzlich Läusekot in die Bissstelle gelangen und für eine Reizung, bis hin zur Infektion sorgen. Eine Infektion der Kopfhaut zeigt sich durch rote Pusteln, die vor allem hinter den Ohren auffallen. Eine weibliche Laus lebt unter optimalen Bedingungen ca20-30 Tage.

Wie kannst Du feststellen, ob dein Kind Läuse hat?

Das ist relativ einfach, dazu benötigst Du einen Nissenkamm und dann kämmt Du deinem Kind Strähne für Strähne die Haare. Meistens findest du dann einige Nissen, eher weniger Läuse. In der Regel befinden sich nie mehr als 20 Läuse auf einem Kopf, eher Nissen. Die Nissen kannst Du mit dem bloßen Auge als Punkte erkennen. Sie sind besonders an den Haarwurzeln zu finden und kleben dort fest. Die frischen Nissen sind weißlich/Silbergrau und tote Nissen sind bräunlich. Wenn Du dir unsicher bist, ob dein Kind Läuse hat, kannst Du auch mit einer Lupe genauer nachsehen.

Meldepflicht!

Wenn Du bei deinem Kind Läuse entdeckst, und dein Kind einen Kindergarten oder eine Schule besucht, bist du zur Meldung verpflichtet. Auch wenn es dir unangenehm oder peinlich sein sollte, bitte informiere die Einrichtung darüber. Und natürlich sollten auch Freunde und Familie informiert werden, damit diese schauen können, ob sie auch betroffen sind.

Was macht die Schulmedizin?

Behandlung der Haare und Kopfhaut mit lokalwirksamen Kopflausmitteln. Diese kann man rezeptfrei in der Apotheke kaufen. Z.B. Dimeticon, InfectoPedicul, Nyda, EtoPril, Linicin Lotion, Läusestopp, Goldgeist. Bitte je nach Altern des Kindes darauf gucken, ob das jeweilige Mittel zugelassen ist.

Was kann die Naturheilkunde?

Das sinnvollste bei Läusen ist eine ganzheitliche Therapie. Als erstes ist es wichtig, die Haare für mindestens 8 Tage lang jeden Tag mit dem Nissenkamm zu kämmen. Damit die Nissen sich besser vom Haar lösen, kann es sinnvoll und hilfreich sein, die Haare vor dem kämmen mit Essigwasser zu waschen. Dazu kannst du normalen Haushaltsessig nutzen und 1:1 mit Wasser mischen. Wasche den Kamm regelmäßig ab beim kämmen, damit die Nissen vom Kamm entfernt und nicht erneut in die Haare gekämmt werden. Läuse und Nissen überleben ohne Blut von der Kopfhaut bis zu 2 Tage. Daher entferne sie gründlich.

Heilpflanzen zur Behandlung von Kopfläusen:

  • Sojaöl und Kokosöl töten die Kopfläuse mechanisch. Z.B. Mosquito Läuseshampoo, Aesculo Gel L oder Liberalice DUO LP-Pro.
  • Nydal (enthält Anisöl)
  • Neembaumöl (enthält Azadirachtin was antiparasitär wirkt. Außerdem hat es eine antibakterielle wirkung) Dieses Öl kann auch bei Schwangeren und Babys ab dem 6. Lebensmonat verwendet werden. Folgende Produkte enthalten Neemöl: Neem Extrakt-FT Shampoo und Niemolind.
  • Pyrethrumextrakte aus Chysanthemum, das wirkt auf die Parasiten neurotoxisch. Da gibt es das rezeptfreie Pyrethrum oder Goldgeist. Die Anwendung sollte nach 5-8 Tagen wiederholt werden.

WICHTG:

Alle Mittel müssen genau nach Beipackzettel angewendet werden. Ggf. je nach Präparat müssen die Behandlungen auch wiederholt werden.

Vorbeugend:

Wenn bekannt ist, dass Läuse im Umlauf sind, kann es hilfreich sein 1-2 Tropfen ätherisches Öl direkt auf die Haare zu geben und einzumassieren. Dieser für die Läuse unangenehmer Geruch verhindert, dass sie es sich bei deinem Kind auf dem Kopf gemütlich machen. Dazu kannst Du folgende Öle nutzen: Lavendelöl, Eukalyptusöl, Rosmarinöl, Nelkenöl, Geraniumöl.

Nachbehandlung:

Da eignet sich das Neem-Haartonikum von Dr. Hauschka

Umgebung behandeln:

Alles was mit den Läusen kontakt hatte, oder gehabt haben könnte, sollte bei 60°C gewaschen werden. Wenn Du Textilien hast, die nicht bei 60°C gewaschen werden können, dann kannst Du diese für 2 Tage in den Tiefkühler geben, oder für 4 Wochen in einem Plastikbeutel Luftdicht verschließen. Sämtliche Bürsten, Kämme und Haargummis oder andere Gegenstände sollten für 20 Min in 60°C heißes Seifenwasser gelegt werden.

Abschließend ist zu sagen, dass Läuse lästig sein können, aber trotz allem ungefährlich sind. Falls Du dein Kind zusätzlich von einem Homöopathen oder Heilpraktiker behandeln lassen möchtest, sei an dieser Stelle erwähnt, dass für Heilpraktiker nach §24 Infektionsschutzgesetz (IfSG) Behandlungsverbot gilt.

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Deine Isabel

Hautpflege in der Kindernaturheilkunde

Hautpflege in der Kindernaturheilkunde

Nach dem es in den letzten zwei Blogbeiträgen um die Neurodermitis und Windeldermatitis ging, möchte ich heute über die Hautpflege im Allgemeinen schreiben. Was gibt es bei der Hautpflege zu beachten? Worauf achte ich selber als Mama und auf Naturheilkunde spezialisierte Kinderkrankenschwester? Was solltest Du meiden und welche Schätze hat die Natur für unsere Haut? Das erfährst Du in diesem Blogbeitrag.

 

Lass uns zu beginn einen kurzen Exkurs in die Biologie machen.

Die Haut ist ein sehr großes und wichtiges Organ. Sie besteht aus verschiedenen Schichten. Die Haut bildet die Grenze vom Inneren und Äußeren unseres Körpers. Eine wichtige Aufgabe der Haut ist es, den Körper vor Wärmeverlust zu schützen und Sinnesreize aufzunehmen. Eine weitere sehr wichtige Aufgabe der Haut ist es, den Körper vor äußeren Reizen zu schützen, also z.B. der Schutz vor Viren und Bakterien, die in die Haut eindringen und den Organismus krank machen können. Die Haut verhindert unter anderem auch, dass der Körper Flüssigkeit verliert. Wie Du siehst, ist die Haut ein sehr wertvolles Organ und die Aufgaben sehr vielseitig und wichtig für einen gesunden Organismus. Die Haut benötigt also eine optimale Pflege um ihre Eigenschaften zu erhalten.

 

Der pH-Wert

Damit die Haut ihrer natürlichen Funktion nachkommen kann, ist es wichtig, zu wissen, dass die Haut einen natürlichen pH-Wert hat und diesen benötigt um physiologisch zu funktionieren. Der natürliche pH-Wert der Haut befindet sich zwischen 4,1- 5,8 und ist somit leicht sauer. Dieser pH-Wert entsteht durch das Zusammenspiel von Schweißproduktion und Talgproduktion der entsprechenden Drüsen auf der Haut. Wasser aus unseren Wasserleitungen hat einen pH-Wert von 7,0- 8,5 und ist somit neutral bis schwach alkalisch. Ein entscheidender Faktor, bei der Auswahl von Pflegeprodukten, sollte immer der Blick auf den pH-Wert sein. Wenn auf einem Produkt steht, dass es „hautneutral“ ist, dann ist damit gemeint, dass der pH-Wert dem der Haut (4,1- 5,8) entspricht.

 

Anhand der Haut lässt sich einiges beobachten und feststellen:

Wenn wir die Haut betrachten, können wir mehrere Dinge beobachten und beurteilen. Einmal wäre da die Hautfarbe. Sie kann von blass bis rosig sein. Wenn der Körper krank ist, dann kann man das unteranderem auch an einer veränderten Hautfarbe feststellen, die Hautfarbe kann dann gräulich oder schlimmstenfalls bläulich sein. Die Hautelastizität gibt Hinweis darauf, ob die Haut gut mit Nährstoffen und Mineralien und Flüssigkeit versorgt ist. Genau wie die Hautbeschaffenheit zeigt, ob sie trocken oder feucht ist. Auch das zeigt ob der Körper mit genug Flüssigkeit versorgt ist. Im gesunden Zustand ist die Haut dehnbar, elastisch und kommt ihrer Schutzfunktion nach.

 

Kommen wir nun dazu, was der Haut schadet:

 

Parabene:

Sie haben eine negativ konservierende Wirkung und sind bei der Entstehung von Krebs beteiligt. Außerdem bergen sie ein hohes Allergierisiko in sich.

 

Silikone:

Silikon ist eine Verbindung zwischen Sauerstoff und Silizium. Es lässt die Haut glatt wirken, wobei es sich hier nur um eine optische Erscheinung handelt und die Hautbarriere trotz allem geschädigt wird. Wenn Silikone dauerhaft verwendet werden, verliert die Haut ihre natürliche Schutzfunktion.

 

Emulgatoren:

Sie dienen dazu, dass Fett/öl sich mit Wasser vermischen lässt. Durch die dauerhafte Nutzung, wird die oberste Hautschicht in ihrer Barrierefunktion geschädigt und die wertvollen Fette der Haut ausgewaschen.

 

Synthetische Duftstoffe:

Sind in der Regel in allen herkömmlichen Pflegeprodukten enthalten, und können Allergien auslösen oder begünstigen.

 

Welche Alternativen gibt es?

Am sichersten für die Haut deiner Kinder und auch für deine Haut ist es, wenn ihr auf industriell hergestellte Produkte verzichtet. Wenn du jedoch etwas nutzen möchtest, dann greife zu veganen und als Naturkosmetik ausgezeichnete Produkte. Du kannst alternativ natürlich auch die Pflegeprodukte für deine Familie selber herstellen. Es gibt zahlreiche Rezepte, wie man vegane Pflegeprodukte selber herstellen kann.

 

Hautpflege in der Naturheilkunde:

Eine gute Pflege für die Haut, ist eine Pflege, die die Haut in ihrem natürlichen Prozess unterstützt. Sie stärkt die Barrierefunktion und unterstützt die Regulation der Haut.  Bei der Hautpflege hält man sich am besten an folgendes Sprichwort: „So wenig wie möglich und so viel wie nötig“.

 

Bei Neugeborenen und Säuglingen reicht es, Wasser und ggf. Muttermilch ins Badewasser zur Reinigung der Haut zu nutzen. Cremes sind nicht nötig. Falls die Haut deines Babys sehr trocken ist, kannst du auch eine Creme aus Muttermilch herstellen. Die Muttermilch enthält wertvolle Inhaltsstoffe, die die Haut deines Babys pflegen können.

 

Bei Kleinkindern reicht es, Wasser und ggf. Kokosöl, Olivenöl oder Hanföl zum Badewasser dazu zugeben. Mehr ist nicht notwendig um die Haut zu reinigen und sie in ihrer Barrierefunktion zu unterstützen.

 

Auch im Schulkind- und Jugendlichenalter reicht die Reinigung mit Wasser. Wenn jedoch ein Zusatz gewünscht ist, dann sollte ein Duschöl oder eine Naturseife mit natürlichen Inhaltsstoffen genutzt werden.

 

Zum Baden/ Duschen eignen sich folgende Öle: kaltgepresstes Sesamöl, Mandelöl, Avocadoöl, Olivenöl oder Rosmarinöl. Diese Öle können nach dem Duschen/Baden auf die noch feuchte Haut einmassiert werden. Außerdem eignet sich folgendes zur natürlichen Hautpflege: Hamamelis, Kamille, Lavendel, Aloe Vera, Johanniskraut, Korianderöl, Ringelblume. Im Beitrag über die Neurodermitis hatte ich bereits Linolensäure zur Hautpflege erwähnt. In folgenden Ölen ist sie enthalten und pflegt die Haut wunderbar: Schwarzkümmelöl oder Nachtkerzenöl.

 

Das Duschen und Baden an sich, sollte zeitlich begrenzt werden um die Hautbarriere nicht unnötig zu schwächen oder zu belasten.

 

Weitere Faktoren für eine gesunde Haut:

Sorge für ein seelisches Gleichgewicht. Nicht umsonst heißt es, dass die Haut der Spiegel der Seele ist. Schaffe eine liebevolle und saubere Umgebung, in der deine Kinder sicher und geborgen aufwachsen. Verzichte auf synthetische Stoffe und nutze für die Kleidung deiner Kinder Naturstoffe. Greife lieber zu ökologischem Waschmittel um auch hier die chemische Reizung der Haut zu meiden. Ein gesundes Immunsystem und eine gesunde Ernährung sorgen ebenfalls für eine gesunde Haut.

Ich hoffe ich konnte in der Kürze einen kleinen Einblick über die natürliche Hautpflege geben und dir zeigen, wie Alternativen zu herkömmlichen Pflegeprodukten aussehen können.

Ich hoffe dir hat dieser Beitrag neue Erkenntnisse gebracht. Ich freue mich, wenn Du meinen Blog auch deinen Freunden empfiehlst und wenn du meinen Newsletter abonnierst. Gerne lade ich dich auch in meine Facebookgruppe ein, wo Du mir jederzeit deine Fragen stellen kannst. Du möchtest noch mehr aus der Kindernaturheilkunde lernen? Dann empfehle ich dir gerne meine Bücher und meine Online Kurse, schau dich unter meinen Angeboten um. Folge mir auch auf SoundCloud und YouTube sowie meiner Seite auf Facebook.

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Deine Isabel

Was tun bei Windeldermatitis?

Was tun bei Windeldermatitis?

Babys und Kleinkinder haben öfters schon mal einen wunden Po, dass lässt sich in der Regel oft gut in ein paar Tagen behandeln. Was aber, wenn der Intimberiech ganz stark wund ist und egal was man versucht, sich keine Besserung zeigt? Was, wenn das Baby weint, sobald die Windel nass ist und der Po offene Stellen zeigt? Da könnte es sich um eine Windeldermatitis handeln. Ich möchte meine Tipps aus der Kindernaturheilkunde bei Windeldermatitis mit euch teilen.

Was genau ist denn eine Windeldermatitis, und wie entsteht sie?

Unter Windeldermatitis versteht man die gerötete, offene, nässende oder blutige Haut am Gesäß. Es können sich kleine Blasen, Schuppungen, Pusteln oder Belege bilden. Wenn eine Pilzinfektion durch Candida (Hefepilze) oder eine bakterielle Infektion vorliegen, ergeben sich zusätzlich Knötchen und Pusteln. Außerdem können sich auch gelbliche Belege zeigen.

Was genau ist das Problem?

Die Ursachen warum ein Baby eine Windeldermatitis bekommt sind sehr vielseitig und unterschiedlich. Viele Kinder werden in Wegwerfwindeln gewickelt. Die dünne Haut der Kinder bekommt in den Windeln zu wenig Luft und die beständig einwirkende Feuchtigkeit weicht die Haut auf. Durch die beständige Feuchtigkeit und das Ammoniak im Urin, wird die Schutzfunktion der Haut geschwächt und Urin oder Stuhl beginnt die Haut zu reizen.

Eine Windeldermatitis entsteht häufig im Rahmen von Infekten, nach starken Durchfällen, bei Beikost Einführung, oder Ernährungsumstellung. Je nach Ernährung, können zu viele Säuren aus Früchten oder Säften für einen sauren Stuhl und Urin sorgen und dieser reizt dann wieder die Haut, wenn das Kind nicht sofort nach der Stuhlentleerung gewickelt wird.

Das Problem bei der Windeldermatitis, wenn die Schutzfunktion der Haut gestört ist, können Pilze und Bakterien schneller in die Haut eindringen und das Hautbild zusätzlich verschlechtern.

Zusammenfassend liegt die Ursache der Windeldermatitis in zu starker Wärmeeinwirkung, Sauerstoffmangel, Ammoniakeinwirkung auf die Haut und zu hohe Feuchtigkeitseinwirkungen auf die Haut.

Was macht die Schulmedizin?

Bei offenen Hautstellen werden meist Präparate verordnet, die desinfizieren und Gerbstoffe enthalten. Die Inhaltsstoffe sollen Infekte verhindern und die Haut trocknen. Wenn man zusätzlich einen Soor (Pilzinfektion) erkennen kann werden Antimykotika (Mittel gegen Pilzinfektionen) verordnet. Zeigt sich eine Infektion durch Bakterien, werden antibiotische Salben verschrieben.

Was kannst du tun?

Erstmal kann es hilfreich sein den Wickelabstand zu verkürzen und häufiger zu wickeln. Dadurch bleibt die Haut besser trocken. Außerdem kannst Du dein Kind so oft es geht ohne Windeln strampeln lassen, dazu nimm dir eine Wickelunterlage oder lege dein Baby auf ein großes Handtuch. Je mehr Luft an die Haut kommt, desto besser. Wenn dir aufgefallen sein sollte, dass die Haut sich nach bestimmten Lebensmittelverzehr verschlechtert, dann lass diese Lebensmittel in Zukunft weg. Überdenke eure Gewohnheiten: nutzt du Feuchttücher? Dann lass diese am besten weg und nutze selbstgemachte Feuchttücher. Dazu kannst du weiche Waschlappen nutzen und warmes Wasser mit etwas Kokosöl vermischen. Das reinig und pflegt die Haut wunderbar und ist frei von chemischen Stoffen, die die Haut unnötig reizen. Für unterwegs gibt es tolle Boxen, wo man selbstgemachte Feuchttücher auch überall mithinnehmen kann. Bei Wegwerfwindeln lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe und ggf. eine Umstellung auf ökologische Wegwerfwindeln oder ggf. auf Stoffwindeln. Windelfrei ist ebenfalls ein wunderbarer Weg um eine Windeldermatitis zu behandeln und in Zukunft zu meiden. Wenn Du mehr über Windelfrei erfahren möchtest, möchte ich dir den Blog „Leonina frei & geborgen“ von Janina empfehlen. Bei Janina findest Du wertvolle Tipps, wie Du Windelfrei im Alltag integrieren kannst.  Wenn Du dein Kind noch stillst, kann es sinnvoll sein, wenn sich keine Besserung zeigt, deine Ernährung zu überdenken. Vermeide Zucker und Weizen und Milchprodukte. Teste es eine Woche, ob die Haut deines Babys darunter besser wird. Vermeide chemische Badezusätze. Halte generell die Belastung der haut durch chemische Produkte so niedrig wie möglich.

Was hat die Naturheilkunde für Möglichkeiten?

  • 1-2mal täglich können Sitzbäder mit Kamille gemacht werden.
  • Außerdem kannst Du noch weitere Kräuter für Sitzbäder nutzen. Dazu eignen sich: Salbei, Thymian, Eichenrinde, Ringelblume (Calendula), Hamamelis, Bärlapp, Ehrenpreis, Stiefmütterchen, Johanniskraut, schwarzer Tee und Sanddorn.
  • Du kannst dir eine Salbe aus Kamille und Zinksalbe in der Apotheke anmischen lassen. Diese kannst Du dann mehrmals täglich dünn auf die Haut auftragen.
  • Ringelblumentee eignet sich auch wunderbar als Feuchttücherersatz. Dazu 2TL Ringelblumentee auf 250ml kochendes Wasser geben und damit, wenn es lauwarm ist den Windelbereich mit weichen Tüchern reinigen, als Kompressen auf die Haut legen und einwirken lassen, oder als Sitzbad verwenden.
  • Schwarzer Tee eignet sich nicht nur für ein Sitzbad, sondern auch als Kompressen sehr wirksam.
  • Eine Kleiebad kann ebenfalls wirksam sein. Kleiebäder kann man in der Apotheke kaufen.

 

Wie kannst Du Vorbeugen?

Lass dein Baby so oft es geht ohne Windeln. Vermeide stark fettende Salben, diese dichten die Haut ab und verhindern, dass die Haut atmen kann. Wechsel nach jedem Urin und Stuhlgang die Windel. Vermeide eine Säure lastige Ernährung und greife lieber zur basenreichen Kost.

Abschließend ist zu sagen, dass eine Windeldermatits manchmal eine langwierige Sache sein kann. Versuche meine Tipps umzusetzen und dann sollte nach einer Woche eine deutliche Besserung eingetreten sein. Wenn dem nicht so ist, suche bitte einen Kinderarzt auf, damit die Ursache geklärt werden kann.

Ich hoffe dir hat dieser Beitrag neue Erkenntnisse gebracht. Ich freue mich, wenn Du meinen Blog auch deinen Freunden empfiehlst und wenn du meinen Newsletter abonnierst. Gerne lade ich dich auch in meine Facebookgruppe ein, wo Du mir jederzeit deine Fragen stellen kannst. Du möchtest noch mehr aus der Kindernaturheilkunde lernen? Dann empfehle ich dir gerne meine Bücher und meine Online Kurse, schau dich unter meinen Angeboten um. Folge mir auch auf SoundCloud und YouTube sowie meiner Seite auf Facebook.

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Deine Isabel

Neurodermitis – unheilbar KRANK?!

Neurodermitis – unheilbar KRANK?!

Eine liebe Freundin hat mich gefragt, was man bei Neurodermitis machen kann. Wieso bekommen manche Kinder Neurodermitis, und andere nicht? Rote, juckende, schuppige und empfindliche Haut? Immer mehr Kinder haben Neurodermitis! Was genau ist denn Neurodermitis und wie kann man sie behandeln? Ist Neurodermitis heilbar? Was muss mach beachten? Was sollten Kinder essen, und was meiden? In diesem Blogbeitrag versuche ich dir einen kurzen Überblick über die Neurodermitis zu geben. Ich möchte dir aus Sicht der Naturheilkunde zeigen, wie man eine Neurodermitis behandeln kann. Heilbar ist sie nicht, aber es gibt Kinder die mit einer ganzheitlichen Behandlung symptomfrei leben können.

Es gibt ca. 6 Mio. Neurodermitiker. Jedes 2-3 Kind leidet an einem Ekzem und jedes 7-10 Schulkind hat Neurodermitis. Das sind erschreckend hohe Zahlen, daher möchte ich die Neurodermitis aus naturheilkundlicher Sicht beleuchten.

Was genau ist denn Neurodermitis?
Die Neurodermitis beginnt oft schon im frühen Kindesalter und ist eine chronische, entzündliche juckende Hauterkrankung. Es ist keine reine Hauterkrankung, sondern eine Erkrankung, die durch verschiedene Faktoren ausgelöst wird. Bei der Neurodermitis ist die Hautbarriere gestört und das Immunsystem verändert. 20-30% der Neurodermitiker haben eine Nichtallergische Form und die anderen 70-80% haben eine allergische Form. Die Neurodermitis kann akut und chronisch verlaufen und ist NICHT HEILBAR. Die Symptome können behandelt werden und es gibt auch Kinder, die nach entsprechender Behandlung, symptomfrei durchs Leben gehen, aber die Erkrankung an sich ist nicht heilbar, weil genetisch bedingt. Neurodermitis verläuft meist schubweise und immer wiederkehrend. Die Symptome können je nach Jahreszeit stärker oder schwächer sein. Im Winter können die starken Temperaturschwankungen die Haut reizen und im Sommer kann der Schweiß auf der Haut für vermehrten Juckreiz sorgen.

Was sind die allgemeinen Symptome?
Starker anfallsartiger Juckreiz
Blutige Kratzspuren
Trockene schuppige Haut
Teilweise nässende Hauterscheinungen
Rote Flecken
Krusten
Erhabene Hauterscheinungen
Papeln
Ohrläppchen- & Mundwinkelrhagaden (Einrisse und wunde Stellen)

Lokalisation – Wo genau findet sich Haut, die von Neurodermitis betroffen ist?

Bei Babys: am ganzen Körper, ausgenommen im Windelbreich.

Bei Kleinkinder: Rücken, Innenseite der Arme, Rückseite der Beine und an den Knöcheln.

Bei Jugendlichen: Nacken, Hals, evtl. Gesicht und Kopfhaut, Innenseiten der Ellenbogen, Kniekehlen, Füßen.

Wie entsteht der Juckreiz?
Der quälende Juckreiz entsteht durch entzündungsverursachende Eiweißbestandteile und freigewordene juckreizauslösende Gewebestoffe, die sich in der Haut ablagern. Wir sprechen hier von einem Teufelskreislauf. Denn sobald das Kind kratzt, wird Histamin ausgeschüttet und es wird mehr gekratzt, da mehr Histamin den Juckreiz verstärkt.

Welche Faktoren spielen bei der Neurodermitis eine Rolle?
Genetische Faktoren
Ernährung
Impfungen
Übertriebene Hygiene
Vitamin D3 Mangel
Klimatische Bedingungen
Stress
Traumata
Schadstoffbelastungen

Was macht die Schulmedizin bei Neurodermitis?
Basistherapie mit Pflegesalben
Cortisonsalben
In der Regel eine rein symptomatische Behandlung

Wie kann die Naturheilkunde bei Neurodermitis helfen?
Ein ganzheitlicher Ansatz, ist bei der komplexen Erkrankung das einzig sinnvolle. Es ist wichtig, dass Immunsystem zu stärken, damit der Körper sich effektiv gegen Allergene wehren kann. Mit der richtigen Hautpflege wird ein günstiges Haut- & Schleimhautmilieu geschaffen. Alles was die Selbstheilungskräfte unterstützt, sollte Anwendung finden. Es hat sich in Studien gezeigt, dass der Aufbau einer gesunden Darmflora (mittels Probiotika z.B. Mutaflor, Regacan, Omniflora N oder Pro Biocult) sehr wichtig für die Behandlung der Neurodermitis ist. Denn ein gesunder Darm, kann effektiv gegen Allergene vorgehen.

Das Erkennen und Ausschalten von Allergenen (z.B. Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Umweltfaktoren, Tierhaare und Federn) ist ein zentraler Aspekt bei der Behandlung der Neurodermitis. Der vermutlich wichtigste oder bedeutendste Teil der Neurodermitisbehandlung ist die Juckreizlinderung (kühlen, Umschläge, Luftfeuchtigkeit regulieren und Wohntemperatur senken). Die richtige Hautpflege dient dazu die Hautbarrierefunktion zu stabilisieren. Wie schon mehrmals erwähnt spielen Allergene eine große Rolle in der Entstehung der Neurodermitis, und daher ist es unabdingbar, die Ernährung zu optimieren. Dazu später mehr.

Bei der Neurodermitis ist es wichtig, die Psyche zu betrachten und auf sie einzuwirken, hierbei ist es wichtig, dem Kind beständig Zuwendung und Aufmerksamkeit geben und nicht nur wenn es kratzt. Ein gesundes und allergiearmes Umfeld schaffen (Bekleidung, Waschmittel, Kinderzimmer, Haustiere, Klima beachten) ist ein wichtiger Bestandteil, bei der ganzheitlichen Behandlung.

Die Phytotherapie hat viele Möglichkeiten um die Neurodermitis zu behandeln: z.B. Tee aus Stiefmütterchen (wirken entzündungshemmend, lindern den Juckreiz und regen den Stoffwechsel an), Ringelblumenblüten (wirken entzündungshemmend, regen das Immunsystem an, und helfen gestaute Lymphe abzutransportieren), Mandelsüßblüten, Kamillenblüten (wirken antiallergisch) und Lemongras. Außerdem können Waschungen mit Labkraut durchgeführt werden. Labkraut wirkt: unterstützt das Lymphsystem bei der Ausscheidung der reizenden Stoffwechselprodukte. Tee mit Labkraut ist ebenfalls hilfreich.

Des Weiteren können folgende Behandlungsmöglichkeiten helfen: Spagyrik, Gemmotherapie, Homöopathie, Fußzonenreflex Therapie, Eigenbluttherapie, Nosodentherapie, Bachblüten, Entspannungstechniken, Phototherapie und die Akupunktur.

Last but not least, kann es Hilfreich sein, Gamma Linolensäure zuzuführen, da diese dem Organismus nicht ausreichend zur Verfügung steht (dazu Nachtkerzenöl innerlich und äußerlich anwenden).

Die natürliche Hautpflege ist das A & O bei Neurodermitis, da durch eine falsche Hautpflege die Neurodermitis verschlimmert werden kann. Das liegt meistens an den starken chemischen Inhaltsstoffen in den herkömmlichen Pflegeprodukten.

Ernährung bei Neurodermitis:
Folgende Produkte eignen sich gut für Kinder mit Neurodermitis:
Frischkorngerichte, Vollkornprodukte, Butter, Olivenöl, Leinöl, Sonnenblumenöl, Sahne, Obst, getrocknetes Obst, Kartoffeln, Gemüse, Salat, Sprossen, vegane Brotaufstriche, Kräuter, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Sesam, Leinsamen, Cashewnüsse, Walnüsse, Paranüsse, Wasser, Tee, Smoothies, verdünnte Säfte.

Grundsätzlich sollte die Ernährung basenreich sein.

Gemieden werden sollte:
Fisch, Fleisch (besonders Schweinefleisch), Wurst, Käse, Sojaprodukte, Eier, Milch, Joghurt, Quark, Tofu, Hefe, Weizen, Zucker, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Säuerungs- & Verdickungsmittel sowie Farmstoffe.

Die Neurodermitis ist ein sehr komplexes Krankheitsbild, welches ganzheitlich behandelt werden sollte. Ich hoffe ich konnte in der Kürze einen kleinen Einblick über die Erkrankung geben und dir zeigen, wie eine ganzheitliche Therapie aussehen kann.

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Bleib gesund!

Deine Isabel

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