Magen-Darm-Infekt – Teil 1 Was tun?

Magen-Darm-Infekt – Teil 1 Was tun?

Gerade in den Wintermonaten treten häufig die sogenannten Magen-Darm-Infekte, Brechdurchfall oder Magen-Darm-Grippen auf. Die Kinder erbrechen plötzlich oder bekommen Durchfall oder haben beides, daher habe ich für euch zusammengefasst, wie ihr euren Kindern mit Naturheilkunde helfen könnt.

Durchfall

Du kennst es bestimmt, aus heiterem Himmel kommt er und meistens verschwindet er dann auch nach ein paar Tagen wieder… der Durchfall. Beim Durchfall handelt es sich um eine Störung im Darm. Durchfall an sich ist keine Krankheit, der veränderte Stuhl ist ein Symptom. Eine Reizung (Viren/Bakterien geben ein Toxin= Gift in die Schleimhaut des Darms) der Schleimhaut im Dünndarm und Dickdarm ist dafür verantwortlich, dass die Nahrung vom Darm nicht mehr adäquat aufgenommen werden kann. Aufgrund dieser Reizung, welche meist durch einen Infekt durch Viren oder Bakterien verursacht ist, kommt es zum Durchfall. Bei Babys und Kleinkindern kann es sehr häufig zu Durchfällen kommen. Das liegt zum einen in der anfänglichen unreife des Darmes und zum anderen ist das Immunsystem der Kleinen häufig noch nicht so stabil, so dass es anfälliger ist.

Außerdem kann es aufgrund von Nahrungsmittelunverträglichkeiten ebenfalls zu Durchfällen kommen, die ihre Ursache dann nicht in Viren und in seltenen Fällen durch Bakterien, sondern in einer allergischen Reaktion begründet haben. Genauso können verdorbene Lebensmittel zu Durchfall führen, oder auch der Verzehr von zu fettigen Gerichten. Aber auch seelische Belastungen können bei Kindern zu Durchfällen führen. Der Darm an sich ist sehr empfänglich für seelische Leiden. Wir kennen es sicher alle, dass kleine Kinder häufig über Bauchschmerzen klagen, als Ausdruck, dass es ihnen nicht gut geht.

Was sind die typischen Symptome bei Durchfall?

Der normalerweise wohlgeformte Stuhl (ja komisches Wort 😊), ist in seiner Konsistent geändert. Er kann einfach nur weicher sein, oder eine breiige Konsistenz haben. Schlimmstenfalls wird er dünnflüssig oder sogar wässrig. Außerdem kommet es neben der Konsistenzänderung auch zu Änderungen der Stuhlfrequenz, also der Häufigkeit der Darmentleerung. Der Darm entleert sich bei einer Durchfallerkrankung oder Unverträglichkeit häufiger als im Normalfall. In der Regel sagt man mehr als 3 Stühle pro Tag sind mehr als normal.

Besonderheiten bei Durchfall:

Durch einen langanhaltenden Durchfall kann es bei Babys und Kleinkindern zu Flüssigkeitsverlust kommen. Bedingt dadurch kann es zu einem Ungleichgewicht im Mineralhaushalt kommen, welche besonders für kleine Kinder schnell lebensbedrohlich werden kann. Der kleine Körper kann somit schneller austrocknen, was dann wieder den Kreislauf belasten kann.

Ursachen für akuten Durchfall:

• Infektionen mit z.B. Rotaviren, Noroviren
• Infektion durch Escherischia coli ein Bakterium
• Lebensmittelvergiftung bei einer Salmonelleninfektion
• Reaktion auf Medikamente z.B. nach Antibiotikagaben

Tipps aus der Naturheilkunde bei akutem Durchfall:

• Bauchwickel mit Kamille oder Thymian
• Griebener Apfel (Pektin reguliert die Verdauung)
• Heidelbeertee
• Elektrolytlösungen (in meinem Online Crashkurs gibt es dazu ein Rezept)
• Hefehaltige Präparate
• In meinem Online Crashkurs warten noch weit mehr als 20 Tipps und Rezepte auf dich

WICHTIG:

Bei Säuglingen kann es innerhalb von einem Tag zu Flüssigkeitsverlusten und Ungleichgewicht des Mineralhaushalt kommen, während Kleinkinder und Schulkinder ein größeres Puffer haben, dennoch sollte ein Durchfall nicht länger als 4 Tage andauern.

Achte auf eine gute Hautpflege am Po, bei vielen Durchfällen kann die dünne Haut um den Anus schnell wund werden. Ich empfehle da eine Pflege mit Ringelblumensalbe.

Unbedingt meiden:

Immer wieder hört man, dass bei Durchfall Cola und Salzstangen empfohlen werden. Die Salzstangen sind ok, aber BITTE gebe deinem Kind KEINE Cola! Diese enthält viel zu viel schädliche Stoffe und zuviel Zucker. Außerdem ist Koffein für Kinder nicht zu empfehlen, und er wirkt urinfördernd, also fördert Cola die Flüssigkeitsausscheidung und wir möchte ja beim akuten Durchfall die Flüssigkeit im Kind behalten um eine Austrocknung zu vermeiden.

In meinem Online Crashkurs Kindernaturheilkunde habe ich weitere Tipps und Rezepte für dich. Darin bekommst du Infos zur richtigen Ernährung bei Durchfall, ich erkläre dir wie du vorbeugen kannst und was du auf Reisen beachten sollltest. Du bekommst meine Empfehlung wann du zum Arzt gehen solltest und wie du selber feststellen kannst, ob dein Kind noch mit genug Flüssigkeit versorgt ist.

Meine Top 5 bei Erkältung bei Babys und Kleinkindern

Meine Top 5 bei Erkältung bei Babys und Kleinkindern

Wir kennen es alle, Winterzeit ist meistens auch Schnupfenzeit. Doch was genau ist Schnupfen? Was kannst du tun, um deinem Baby und Kleinkind zu helfen, gut durch die Erkältung zu kommen? Ich habe meine Top 5 aus der Kindernaturheilkunde für euch zusammengefasst.

Schnupfen ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf Viren und Bakterien. Bei einem Schnupfen oder auch Rhinitis genannt, dringen Viren oder Bakterien in die Schleimhautzellen der Nasenschleimhaut und vermehren sich dort, oder lösen eine Abwehrreaktion hervor. Symptome des Schnupfens kennen wir alle: die Nase läuft (fördert viel Sekret) und wir müssen häufig Niesen und das Atmen durch die Nase kann uns schwerfallen. Die Nasenschleimhäute sind geschwollen und gereizt. Gerade Babys und Kleinkinder können, durch einen für uns harmlosen Schnupfen, sehr beeinträchtigt sein. Durch die behinderte Nasenatmung kann das Trinken schwerfallen und das Schlafen zur Herausforderung werden. Babys sind Nasenatmer, daher macht ihnen ein Schnupfen doppelt zu schaffen. Viele Kinder sind dann sehr Nähe bedürftig oder weinen viel. Eine Erkältung kann vier bis sieben Tage dauern. In den meisten Fällen sind die Verläufe harmlos. Ist der Schnupfen nach 7-10 Tagen nicht verheilt, geh bitte mit deinem Kind zum Kinderarzt.

Hier sind meine Top 5, die deinem Baby und Kleinkind/Kind helfen können, gut durch den Schnupfen durch zu kommen:

1. Engelwurzelbalsam auf die Nasenflügel und unter die Fußsohlen einmassieren (dann warme Socken anziehen) Den Balsam kannst du in der Apotheke kaufen, oder selber herstellen.
2. Zwiebeln: Eine geschnittene Zwiebel neben dem Bett hilft die Nase zu befreien. Die Zwiebeldämpfe sind sehr wirksam.
3. Muttermilch in die Nase träufeln, dies pflegt die Nasenschleimhaut und die Antikörper aus der Muttermilch können gezielt arbeiten.
4. Nachts den Oberkörper erhöht lagern, um die Atmung zu erleichtern.
5. Hänge ein feuchtes Handtuch über die Heizung, dass sorgt für eine gute Luftfeuchtigkeit, denn trockene Luft reizt die Atemwege zusätzlich.

WICHTIG: Babys und Kleinkindern dürfen nicht mit Menthol, Eukalyptus oder Campher eingerieben werden. Bitte vermeide Produkte, in denen diese Inhaltsstoffe vorkommen. Diese ätherischen Öle können zu akuter Atemnot führen, da sie zu stark reizend auf die sensiblen Atemwege wirken.

Ist dein Baby jünger als 6 Monate? Dann verzichte am besten komplett auf ätherische Öle. Vermeide ätherische Öle im Gesicht deines Babys. Was du aber bedenkenlos nutzen kannst ist: Majoranbutter, Engelwurzelbalsam (bitte darauf achten, dass er für Babys hergestellt wurde, dann ist die Konzentration der Öle entsprechend reduziert). Außerdem helfen gerade bei Babys und Kleinkindern, die Schnupfencreme (Weleda) oder der Nasenbalsam für Kinder (Wala).

Noch ein Wort zu ätherischen Ölen:

Immer wieder lese ich in den verschiedenen Foren, dass von ätherischen Ölen bei Babys und Kleinkindern dringend abgeraten wird. Das ist leider nicht ganz richtig. Auch bei Babys und Kleinkindern können ätherische Öle verwendet werden. Entscheidend dabei ist, welche Öle man verwendet und welche Qualität die Öle haben. Außerdem spielt die Konzentration des Öls eine sehr wichtige Rolle. Also du siehst, das richtige Öl, in bester Qualität und der richtigen Dosierung wird deinem Baby und Kleinkind helfen gesund zu werden und keinen Schaden anrichten. Bitte übernimm hier die Verantwortung und prüfe die Öle die du verwendest. Stark verdünnt, können ätherische Öle je nachdem welches Öl genutzt werden soll, schon ab dem 3ten bis 6ten Lebensmonat angewendet werden. Hier gilt unbedingt ein achtsamer Umgang. Bei Babys und Kleinkindern sollte ein ätherisches Öl mit einem Pflanzenöl verdünnt werden. Dazu für Babys ab ca. 6 Monaten: ca. 2-3 Tropfen ätherisches Öl in 20ml Pflanzenöl lösen. Für Kinder ab 2 Jahren: 4-5 Tropfen ätherisches Öl in 20ml Pflanzenöl mischen. Für Kinder ab 5 Jahren: 6 Tropfen ätherisches Öl in 20ml Pflanzenöl mischen. Als Pflanzenöl eignet sich: Mandelöl oder Jojobaöl.

Grundsätzlich gilt, je jünger das Kind, desto weniger ätherische Öle verwenden. Bei Säuglingen generell lieber sparsam verwenden.

Hier gilt der Satz „Manchmal ist weniger mehr“. Achte bitte immer darauf, ob dein Baby/Kleinkind Hautreizungen vom Öl entwickelt. Die Haut der Babys und Kleinkinder ist viel empfindlicher und daher ist darauf zu achten, dass sich keine Allergien entwickeln.

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Bleib gesund!

Deine Isabel

Dreitagefieber

Dreitagefieber

Dreitagefieber:

So, da war es nun, dass Dreitagefieber… Meine kleine Tochter hatte seit Donnerstagnacht 3 Tage lang Fieber. Tagsüber immer zwischen 38°C und 39°C und Nachts immer über 39°C bis fast 40°C. Sie war sehr anhänglich, hat sehr viel gestillt und wollte nur kuscheln und schlafen. Erst dachte ich es seien die Eckzähne, die sich da Bahnbrechen. Denn außer Fieber hatte sie keine Symptome. Kein Husten, kein Schnupfen, nix… Nach 3 vollen Tagen Fieber, war sie dann Fieberfrei und heute Morgen beim wickeln, entdeckte ich dann einen feinfleckigen, leicht erhabenen Ausschlag am Bauch. Dieser Ausschlag breitete sich heute dann über den Rupf und Hals, Nacken bis ins Gesicht aus und war leicht erhaben. Spätestens heute Morgen war mir dann klar „ach guck an, das Dreitagefieber ist es gewesen“. Ich hatte meine kleine einfach fiebern lassen, weil es ihr den Umständen entsprechend gut ging und wir haben gekuschelt und gestillt und sie hat es gut überstanden. Nun möchte ich dir aber noch einmal genauer erklären, was genau denn das Dreitagefieber ist. Viel Freude beim Lesen wünsche ich dir!

Was ist es? Wie erkennst du es?

Das Dreitagefieber, auch Exanthema subitum genannt, ist eine Viruserkrankung, die durch das humane Herpes Virus Typ 6 verursacht wird. In seltenen Fällen sind die humanen Herpesviren Typ 7 Auslöser. Erkennen kann man das Dreitagefieber, wie der Name schon sagt, an einem 3 Tage anhaltendem hohen Fieber und nach dem 3ten Tag, wenn das Fieber abgeklungen ist, dem klassisch auftretendem Ausschlag. Am häufigsten erkranken Babys ab ca. 6 Monate und Kleinkinder bis zum 3ten Lebensjahr. Die Kinder fiebern plötzlich los, ohne weitere Symptome zu zeigen. Nach dem Fieberabfall zeigt sich der kleinfleckige Hautausschlag, der Blass auf der Haut am Rumpf und Nacken, manchmal auch bis ins Gesicht, sichtbar ist. Das Dreitagesfieber tritt nicht saisonal auf, Kinder können sich das ganze Jahr über infizieren.

Wie kann dein Kind sich anstecken und wie lange dauert die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit beträgt 1-2 Wochen. Die Ansteckung erfolgt ca 3-4 Tage bevor die ersten Krankheitszeichen auftreten. Ansteckend sind die Kinder bis der Ausschlag auftritt. Die Ansteckung selber erfolgt durch Tröpfcheninfektion.

Was gibt es für Besonderheiten?

Seltene Komplikationen, oder begleitende Besonderheiten können Durchfall, Erbrechen, Lymphknotenschwellungen und Hirnhautreizungen sein. Kinder, welche sehr schnell sehr hoch fiebern, können auch einen Fieberkrampf erleiden. Mehr zum Thema Fieberkrampf kannst Du in meinem Artikel über Fieber lesen.

Nestschutz?

Babys haben einen eingeschränkten Nestschutz, da die Mutter die Antikörper auf das Neugeborene passiv übertragen. Durch dieses eingeschränkten Nestschutz sind die Kinder dennoch meist soweit geschützt, dass das Dreitagefieber sehr selten vor dem 3-6 Lebensmonat auftritt.

Immunität?

Nach dem Dreitagefieber, hat das Kind lebenslange Immunität.

Was macht der Kinderarzt?

Nichts, es wird rein symptomatisch behandelt.

Wie kann die Naturheilkunde helfen?

Wenn Kinder fiebern, ist es ratsam, solange es ihnen gut geht, sie fiebern zu lassen. Über das Thema Fieber, habe ich in einem anderen Blogbeitrag ausführlich geschrieben, was meine naturheilkundlichen Tipps sind.

Beim Dreitagefieber, empfehle ich Ruhe und viel Flüssigkeit, gerne kann man nach dem Fieber, wenn der Ausschlag aufblüht den Ausschlag mit Salzwasser abzutupfen, dass hilft dem Körper den Ausschlag gut hervorzubringen und die Krankheit abzuschließen.

Homöopathisch kann das Kind unterstützt werden, wenn das gewünscht ist lass dich bitte bei einem Heilpraktiker dazu beraten.

Wann solltest Du mit deinem Kind zum Kinderarzt?

Wenn kleine Babys länger als 24 Stunden sehr hohes Fieber haben, sollte man sicher gehen, dass keine andere Erkrankung übersehen wird. Ebenfalls, wenn Kinder länger als 3 Tage fiebern, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Wenn Kinder zusätzlich über Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit klagen, kann es ebenfalls ratsam sein einen Arzt hinzuzuziehen.

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Deine Isabel

Warzen bei Kindern

Warzen bei Kindern

Warzen bei Kindern

Ein kleiner Punkt am Fuß oder an der Hand und lästig… Hattest Du schon mal eine Warze? Jetzt wo es so heiß ist, und alle ins Schwimmbad rennen, könnte es auch deinem Kind passieren, sich anzustecken. Als Kind hatte ich ständig damit zu kämpfen. Ich war ständig beim Arzt, zum rausschneiden… zum vereisen… um wieder eine neue Salbe, ein neues Pflaster oder sonst was zu bekommen um die Warzen loszuwerden. Eine total lästige Sache war es damals… Heute weiß ich, dass die Kindernaturheilkunde andere Möglichkeiten hat. In diesem Artikel geht es um die Warzen an sich, warum sie entstehen, wie und ob man vorbeugen kann und vor allem wie man sie wieder loswerden kann.

Was sind Warzen überhaupt?

Eine Warze ist eine gutartige Hautveränderung. Also erstmal nichts Schlimmes! Warzen sind in der Regel 3-5mm große Wucherungen, die sehr häufig auftreten. Die Oberfläche der Warze zeigt eine unregelmäßige Oberfläche. Eine Warze kann alleine auftreten, aber auch mehrere Warzen können zusammen, wie in einer Gruppe entstehen und sichtbar werden. Warzen entstehen durch Viren. Verschiedene Arten des humanen Papillomavirus, sind für diese Hautveränderung verantwortlich. Meistens begegnen uns diese Viren im indirekten Kontakt, zum Beispiel über den Boden im Schwimmbad oder im direkten Kontakt von Mensch zu Mensch. Warzen an sich sind lästig aber keinesfalls gefährlich. Es handelt sich um eine harmlose Hautveränderung.

Wo können Warzen auftreten?

Betroffene Hautstellen können sein: Hände, Füße oder auch an den Knien. Besonders anfällig ist eine Haut, die ständig feucht ist oder verletzt ist. Dadurch wird die natürliche Barrierefunktion der Haut gestört, und die Viren können ungehindert eindringen. Kinder mit einer allgemeinen Abwehrschwäche sind ebenfalls anfällig sich anzustecken.

Besonderheiten bei Warzen:

Warzen sind in der Regel schmerzfrei. Unter den Füßen können Warzen ein für ein unangenehmes Druckgefühl sorgen. Warzen können Bluten, wenn sie durch mechanische Reizungen aufgerissen werden.

Verschiedene Warzen:

– Normale Warze: vor allem an den Fingern und Zehen. Hierbei handelt es sich um eine raue und größer werdende Hautveränderung. Die Warze hat dabei die normale Hautfarbe und verursacht keine Schmerzen.

– Dellwarzen: hautfarbig und rundlich – den Namen trägt sie, da in der Mitte der Warze eine Delle charakteristisch ist. Dellwarzen kommen häufig an Hals, Gesicht oder Oberkörper vor. Sie werden durch eine Art Pockenvirus hervorgerufen. Das in den Dellwarzen enthaltene Sekret, welches bei Druck herauskommt, ist ansteckend. Bei Kinder mit Neurodermitis konnte eine Neigung zu Dellwarzen beobachtet werden. Dellwarzen heilen von alleine ab. Der Heilungsprozess kann bis zu 6 Monate dauern.

– Fußwarze: weißliche, raue, flache Knoten. In der Regel sind diese Knoten von Hornhaut umgeben und bei Druck können diese auch schmerzhaft sein.

– Flachwarzen: kleine, runde Knötchen welche im Gesicht vorkommen und schmerzlos sind.

– Feigwarzen: im Intimbereich, bei Kindern selten, da sie durch sexuellen Kontakt übertragen werden.

In der Regel heilen Warzen von alleine ab, das kann jedoch mehrere Wochen, Monate und manchmal auch Jahre dauern. Wenn Du dennoch etwas unternehmen möchtest, dann kannst Du deinem Kind mit folgenden Dingen helfen:

– Zwiebel: eine Scheibe auf die Warze legen und mit einem Pflaster fixieren. Am besten über Nacht anwenden.

– Knoblauch: eine Scheibe auf die Warze legen und mit einem Pflaster fixieren. Am besten über Nacht anwenden.

– Schölkraut: der frische milchige Pflanzensaft wird 2 mal täglich direkt auf die Warze aufgetragen werden, und sollte solange aufgetragen werden bis die Warze vollständig verschwunden ist.

– Lebensbaum/ Thuja: als Tinktur äußerlich auf die Warze auftragen. Ist in der Apotheke erhältlich.

– Löwenzahn: den Saft aus dem Stängel direkt auf die Warze auftragen.

– Teebaumöl: direkt einen Tropfen auf die Warze auftragen.

– Ringelblume: auch hier hilft es direkt den frischen Pflanzensaft auf die Warze zu geben, bis die Warze völlig verschwunden ist.

– Frisch gepressten Zitronensaft: 2mal täglich mit einem Wattestäbchen auf die Warze auftragen.

– Apfelessig mit Lavendelöl mischen und 2mal täglich auf die Warze auftragen.

– Propolis kann ebenfalls auf der Warze angewendet werden. Es hat eine antivirale Wirkung.

– Rizinusöl: ebenfalls direkt auf die Warze aufgetragen, hat sich als wirksam erwiesen.

– Salbe aus Wismut und Stibium: in der Apotheke erhältlich und sollte je nach abheilen der Warze 1-3 Monate aufgetragen werden.

– Sonnenhut/ Ecchinacea: solltest Du deinem Kind, bei Verdacht auf eine Immunschwäche, geben um sein Immunsystem zusätzlich zu stärken.

Vorbeugen:

Es lässt sich natürlich nie zu 100% vermeiden, dass dein Kind sich an den Warzenverursachenden Viren ansteckt, trotzdem kannst Du ein paar Dinge beachten um das Risiko zu minimieren:

– Stärke das Immunsystem deines Kindes, dazu habe ich dir einen Blogartikel verlinkt.

– Zusätzlich können Kalt-Warm Güsse um das Immunsystem stärken.

– Nach dem Baden und Duschen die Haut gründlich abtrocken, bei einer feuchte Haut ist die natürliche Barrierefunktion geschwächt.

– In Schwimmbädern am besten Badeschuhen anziehen um den direkten Kontakt zu meiden

– Eine gute Hygiene kann zusätzlich helfen, das Ansteckungsrisiko zu verringern. Was aber nicht heißt, dass die Hygiene deiner Kinder nicht ausreichend ist, wenn sie sich dennoch angesteckt haben.

Kleine Anmerkung zum Schluss:

Zum Arzt musst Du mit deinem Kind in der Regel nicht gehen, wenn es eine Warze hat, da Warzen an sich selber abheilen und Du gegen die Viren ja auch erstmal nichts unternehmen kannst. Sollte eine Warze nach langer Zeit (lang ist hier 2 Jahre) – ja richtig gelesen, 2 Jahre, da der selbstregulierte Heilungsprozess mehrere Wochen, Monate oder eben auch mal ein Jahr dauern kann. Immer zum Arzt gehen solltest Du mit deinem Kind, wenn die Warzen dein Kind stark stören, oder wenn Dellwarzen sich stark vermehren, oder die Warzen stark schmerzen.

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Deine Isabel

Wie kannst Du das Immunsystem deines Kindes Stärken?

Wie kannst Du das Immunsystem deines Kindes Stärken?

Das Immunsystem – ein Wort was Du sicher schon öfters gehört hast. Was genau ist denn dieses Immunsystem? Wo befindet es sich und was kannst Du tun, damit dein Kind ein starkes Immunsystem bekommt? Darum soll es in diesem Beitrag gehen.

Das Wort Immun kommt aus dem lateinischen. Es wird von dem Wort immunis abgeleitet, was so viel wie „frei sein/ rein sein/ unempfänglich“ bedeutet. Die Wissenschaft ist noch nicht völlig klar wie die einzelnen Prozesse des Immunsystem funktionieren und die Immunologie (Lehre über das Immunsystem) ist auch noch nicht so alt. Viele komplexe Prozesse konnten dank der modernen Technik erforscht werden. Doch genug dazu, was ist denn jetzt dieses Immunsystem konkret? Wenn wir über das Immunsystem sprechen, meinen wir damit ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren. Das Immunsystem ist kein Organ, sondern ein komplexes System in unserem Körper. Zellen, Botenstoffe, Nerven und Gewebe sind miteinander verbunden und geben ein komplexes Ganze, welches sich als unser Immun- und Abwehrsystem darstellt. Dieses System bildet die Barriere gegen Bakterien und Viren und möchte verhindern, dass krankmachende Erreger in unseren Körper gelangen. Sollten sie aber in unseren Körper gelangt sein, dann wird das Abwehrsystem aktiviert und der Körper versucht über das Immunsystem die Erreger zu beseitigen, damit der Körper gesund bleiben kann. Wenn ein Erreger in den Körper gelangt, bildet der Körper die sogenannten Antikörper um die Erreger unschädlich zu machen. Es gibt zwei Abwehrmechanismen, dass zu erklären würde dich vermutlich nicht brennend interessieren. Ich denke es ist für dich viel spannender zu erfahren wie du das Immunsystem deines Kindes stärken kannst, und darauf konzentrieren wir uns jetzt.

Womit kannst du das Immunsystem deines Kindes stärken?

1. Viel Bewegung an der frischen Luft
Gehe möglichst jeden Tag mit deinem Kind eine Runde an die frische Luft und lass dein Kind an der frischen Luft toben. Ja, auch im Winter. 1-2 Stunden täglich sind da schon sehr effektiv. Frische Luft und Bewegung stärken das Immunsystem.

2. Gesunde und ausgewogene frische Ernährung
Viel Obst und Gemüse versorgen dein Kind mit wertvollen Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen, die dem Körper helfen das Immunsystem aktiv und stark zu halten.
Vitamine können gut über Obst und Gemüse aufgenommen werden. Karotten und Paprika enthalten zum Beispiel viel Vitamin A und E, Zitrusfrüchte vorwiegend Vitamin C. Die B-Vitamine können über eiweißhaltige Lebensmittel wie Milch, Käse oder Joghurt aufgenommen werden, aber auch mit Fleisch und Vollkornprodukten. Neben den Vitaminen sind auch Nährstoffe wie Eisen, Zink, Jod und das Spurenelement Selen essenziell, um die Abwehr zu aktivieren.

3. Heilpflanzen
Immunstärkend wirken: Sonnenhut (Echinacea) und Pelargonienwurzel. Da gibt es Fertigpräparate für Kinder. Je nach Fertigpräparat achte bitte darauf, dass es auch für dein Kind im richtigen Alter zugelassen ist. Holunderbeerensaft stärkt ebenfalls das Immunsystem.

4. Darmflora
Darmbakterien sind sehr wichtig für eine gute Immunabwehr. Um die Darmflora zu stärken kannst du deinem Kind Präparate mit probiotischen Keimen wie Bifidobakterien und Laktobazillen geben. Da gibt es unterschiedliche Fertigpräparate.

5. Schüßler Salze (dazu lass dich bitte von einem Heilpraktiker beraten)

6. Homöopathie (dazu lass dich bitte von einem Heilpraktiker beraten)

Um das Immunsystem deines Kindes stark zu halten vermeide: Stress, ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und Schlafmangel.

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Deine Isabel

Hilfe – es juckt mich – mein Kind hat Läuse!!!

Hilfe – es juckt mich – mein Kind hat Läuse!!!

Kennst Du das? Da spricht jemand über Läuse und es juckt alle am Kopf! Interessantes Phänomen, aber darum geht es hier heute gar nicht. Es geht tatsächlich um Läuse! Parasiten auf dem Kopf! Keine will sie haben und wenn sie jemand hat, haben alle Angst davor sich anzustecken. Was sind denn Läuse, warum juckt es, wenn man sie hat und was kann man tun, um sie loszuwerden? Haben Läuse was mit mangelnder Hygiene zu tun? Braucht man Chemiekeulen um die kleinen ungebetenen Gäste wieder loszuwerden oder hat die Naturheilkunde auch da wertvolle Helfer? Genau darum soll es heute gehen.

Was sind Kopfläuse?

Ein bis Zwei Millionen Menschen haben jährlich Kopfläuse. Der Vollständigkeit halber erwähne ich noch die Filzläuse und die Kleiderläuse. Die Filzläuse sind im Vergleich zu den Kopfläusen kleiner und finden sich dort, wo viele Schweißdrüsen sitzen (meist im Scharmhaarbereich und unter den Achseln, bei Kindern auch an den Wimpern möglich). Die Kleiderläuse finden sich in den warmen Falten der Wäsche und man findet sie nur auf der Haut, wenn sie Nahrung zu sich nehmen wollen.

Alle 3 Arten von Läusen, die beim Menschen vorkommen können, gehören zu den Parasiten. In diesem Artikel soll es aber nur um die sehr häufig auftretenden Kopfläuse gehen.

Gibt es eine Saison für Kopfläuse?

Ja, es gibt eine Saison für Kopfläuse. Hochsaison der Kopfläuse sind die Herbst- und Wintermonate, wenn sich viele Menschen auf engem Raum befinden. In Kindergarten und Schulen gibt es dann meist mehrere Fälle gleichzeitig. Das liegt daran, dass die Übertragung in den meisten Fällen von Kopf zu Kopf geschieht. Durch den engen Kontakt oder auch die gemeinsame Nutzung von Mützen, Hüten, Bürsten/Kämmen, können Läuse ungehindert von Kind zu Kind übertragen werden. Läuse können nicht, wie oft vermutet wird, springen. Aber in letzter Zeit habe ich öfters wieder von einigen Kitas gehört, in denen die Läuse wieder ihr Unwesen treiben, daher schreibe ich heute darüber.

Was passiert, wenn sich ein Kind mit Läusen ansteckt?

Ob man Läuse bekommt oder nicht, hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun! Bei einer Infektion mit Läusen legt die weibliche Laus Eier ab und klebt diese Eier an die Haare. Das sind die Nissen, aus denen dann nach 8 Tagen Larven entwickeln. Diese Larven häuten sich mehrmals und haben sich nach 3 Wochen zu einer neuen Generation entwickelt. Die Läuse haben 3 Stechrüssel, mit denen sie in die Kopfhaut stechen und sich Blut als Nahrung heraussaugen. Kopfläuse ernähren sich ausschließlich vom Blut des Menschen und können ohne Blut nicht überleben. Während diesem einstechen und raussaugen gelangt Speichel in die Kopfhaut. Diese Stiche oder auch Bisse sorgen für einen unangenehmen Juckreiz. Wenn das Kind kratzt, kann zusätzlich Läusekot in die Bissstelle gelangen und für eine Reizung, bis hin zur Infektion sorgen. Eine Infektion der Kopfhaut zeigt sich durch rote Pusteln, die vor allem hinter den Ohren auffallen. Eine weibliche Laus lebt unter optimalen Bedingungen ca20-30 Tage.

Wie kannst Du feststellen, ob dein Kind Läuse hat?

Das ist relativ einfach, dazu benötigst Du einen Nissenkamm und dann kämmt Du deinem Kind Strähne für Strähne die Haare. Meistens findest du dann einige Nissen, eher weniger Läuse. In der Regel befinden sich nie mehr als 20 Läuse auf einem Kopf, eher Nissen. Die Nissen kannst Du mit dem bloßen Auge als Punkte erkennen. Sie sind besonders an den Haarwurzeln zu finden und kleben dort fest. Die frischen Nissen sind weißlich/Silbergrau und tote Nissen sind bräunlich. Wenn Du dir unsicher bist, ob dein Kind Läuse hat, kannst Du auch mit einer Lupe genauer nachsehen.

Meldepflicht!

Wenn Du bei deinem Kind Läuse entdeckst, und dein Kind einen Kindergarten oder eine Schule besucht, bist du zur Meldung verpflichtet. Auch wenn es dir unangenehm oder peinlich sein sollte, bitte informiere die Einrichtung darüber. Und natürlich sollten auch Freunde und Familie informiert werden, damit diese schauen können, ob sie auch betroffen sind.

Was macht die Schulmedizin?

Behandlung der Haare und Kopfhaut mit lokalwirksamen Kopflausmitteln. Diese kann man rezeptfrei in der Apotheke kaufen. Z.B. Dimeticon, InfectoPedicul, Nyda, EtoPril, Linicin Lotion, Läusestopp, Goldgeist. Bitte je nach Altern des Kindes darauf gucken, ob das jeweilige Mittel zugelassen ist.

Was kann die Naturheilkunde?

Das sinnvollste bei Läusen ist eine ganzheitliche Therapie. Als erstes ist es wichtig, die Haare für mindestens 8 Tage lang jeden Tag mit dem Nissenkamm zu kämmen. Damit die Nissen sich besser vom Haar lösen, kann es sinnvoll und hilfreich sein, die Haare vor dem kämmen mit Essigwasser zu waschen. Dazu kannst du normalen Haushaltsessig nutzen und 1:1 mit Wasser mischen. Wasche den Kamm regelmäßig ab beim kämmen, damit die Nissen vom Kamm entfernt und nicht erneut in die Haare gekämmt werden. Läuse und Nissen überleben ohne Blut von der Kopfhaut bis zu 2 Tage. Daher entferne sie gründlich.

Heilpflanzen zur Behandlung von Kopfläusen:

  • Sojaöl und Kokosöl töten die Kopfläuse mechanisch. Z.B. Mosquito Läuseshampoo, Aesculo Gel L oder Liberalice DUO LP-Pro.
  • Nydal (enthält Anisöl)
  • Neembaumöl (enthält Azadirachtin was antiparasitär wirkt. Außerdem hat es eine antibakterielle wirkung) Dieses Öl kann auch bei Schwangeren und Babys ab dem 6. Lebensmonat verwendet werden. Folgende Produkte enthalten Neemöl: Neem Extrakt-FT Shampoo und Niemolind.
  • Pyrethrumextrakte aus Chysanthemum, das wirkt auf die Parasiten neurotoxisch. Da gibt es das rezeptfreie Pyrethrum oder Goldgeist. Die Anwendung sollte nach 5-8 Tagen wiederholt werden.

WICHTG:

Alle Mittel müssen genau nach Beipackzettel angewendet werden. Ggf. je nach Präparat müssen die Behandlungen auch wiederholt werden.

Vorbeugend:

Wenn bekannt ist, dass Läuse im Umlauf sind, kann es hilfreich sein 1-2 Tropfen ätherisches Öl direkt auf die Haare zu geben und einzumassieren. Dieser für die Läuse unangenehmer Geruch verhindert, dass sie es sich bei deinem Kind auf dem Kopf gemütlich machen. Dazu kannst Du folgende Öle nutzen: Lavendelöl, Eukalyptusöl, Rosmarinöl, Nelkenöl, Geraniumöl.

Nachbehandlung:

Da eignet sich das Neem-Haartonikum von Dr. Hauschka

Umgebung behandeln:

Alles was mit den Läusen kontakt hatte, oder gehabt haben könnte, sollte bei 60°C gewaschen werden. Wenn Du Textilien hast, die nicht bei 60°C gewaschen werden können, dann kannst Du diese für 2 Tage in den Tiefkühler geben, oder für 4 Wochen in einem Plastikbeutel Luftdicht verschließen. Sämtliche Bürsten, Kämme und Haargummis oder andere Gegenstände sollten für 20 Min in 60°C heißes Seifenwasser gelegt werden.

Abschließend ist zu sagen, dass Läuse lästig sein können, aber trotz allem ungefährlich sind. Falls Du dein Kind zusätzlich von einem Homöopathen oder Heilpraktiker behandeln lassen möchtest, sei an dieser Stelle erwähnt, dass für Heilpraktiker nach §24 Infektionsschutzgesetz (IfSG) Behandlungsverbot gilt.

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