Bronchitis

Bronchitis

Im Herbst und Winter begegnen uns mehr Erkältungserkrankungen als im Frühling und Sommer. Am häufigsten erkranken unsere Kinder an Atemwegserkrankungen. So kann es auch im Rahmen eines Infektes zu einer Bronchitis kommen.

Was ist es? Wie erkennst du es?

Die Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchialschleimhaut. Diese Entzündung wird durch Viren oder Bakterien hervorgerufen. Die Bronchien befinden sich in den unteren Atemwegen. Sie sind wichtig, um die eingeatmete Luft von der Nase über den Rachen, den Kehlkopf und die Luftröhre, durch die Bronchien in die Lungenbläschen zu transportieren. Die Lungenbläschen müssen kontinuierlich mit Sauerstoff versorgt werden, damit der Gasaustausch stattfinden kann und der Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. (Beim schreiben merke ich wieder, dass ich aus der Beatmungspflege bei Kindern komme, sieh es mir nach, wenn ich zu ausführlich schreibe, aber ich habe jahrelang mit beatmeten Kindern gearbeitet, und das Thema auch unterrichtet, ist also mein Steckenpferd neben der Kindernaturheilkunde 😊 ).

Wenn nun die Bronchialschleimhaut entzündet ist, kann es zu einer Verengung der Bronchien kommen. Sollte dein Kind eine solche Verengung (Obstruktion) haben, wird dies durch ein knisterndes Atemgeräusch hörbar. In der Fachsprache nennt man es obstruktiv, weil die Atemwege verengt sind und die Luft vorbeigedrängt werden muss. So entsteht das auffällige Atemgeräusch bei einer Bronchitis.

Zu Beginn einer Bronchitis kann es zu trockenem Reizhusten kommen, der sich in der Regel schnell zu einem produktiven Husten entwickelt. Produktiver Husten, ist Husten, bei dem sich der Schleim löst und die Bewegung des Schleimes ist dann wiederum hörbar, während beim trockenen Husten, kein Schleimhörbar ist. Das kennst du sicher und kannst du so mit deinen Ohren gut hören ohne ein Stethoskop zu benötigen. Meistens kommt es im Rahmen einer Erkältung zu einer Bronchitis. Das liegt daran, dass das Immunsystem nicht in der Lage ist den Infekt abzuwehren. Die Abwehrkräfte sind nicht stark genug, um die Ausbreitung, des Infektes aus den oberen Atemwegen (Nase/Rachen/Kehlkopf), auf die unteren Atemwege (Bronchien/Lunge) zu verhindern.

Eine akute Bronchitis verläuft meist akut, kann von Fieber begleitet sein und heilt in der Regel wieder gut aus.  Selten kommt es zu einer chronischen Bronchitis. Das Hauptsymptom der Bronchitis ist Husten, sollte der Husten aber länger als 14Tage bestehen, dann ist es sinnvoll den Kinderarzt hinzuzuziehen.

Wie kann dein Kind sich anstecken und wie lange dauert die Inkubationszeit?

Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion und in der Regel brechen schon nach 1-3 Tagen erste Erkältungsanzeichen auf.

Was gibt es für Besonderheiten?

90% der Bronchitiden sind durch Viren hervorgerufen. Es kann natürlich auch zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien kommen (bakterielle Superinfektion). Bekommt ein Kind in kurzen Abständen immer wieder eine Bronchitis, kann es sich chronifizieren und schlimmstenfalls kann daraus ein Asthma bronchiale werden.

Chronisch ist eine Bronchitis aber erst, wenn ein Kind über 2 Jahre immer wieder über 3 Monate lang Husten mit Auswurf hat. Erst dann spricht man von einer Chronischen Bronchitis.

Was macht der Kinderarzt?

In der Regel verordnen Kinderärzte einen Schleimlöser, ein Antibiotikum und Inhalationen. Schleimlöser sind meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen, da eine zu hohe Schleimlösung dem Kind das Atem zusätzlich erschweren kann. Eine Antibiose ist nur sinnvoll, wenn nachgewiesen werden konnte, dass eine bakterielle Bronchitis vorliegt.

Inhalationen sind sinnvoll, wenn die Atemwege verengt sind, damit die Bronchien wieder weiter werden und der Sauerstofftransport gewährleitet ist.

Wie kann die Naturheilkunde helfen?

  • Sollte dein Kind Fieber haben, lass es möglichst fiebern. Mehr über Fieber kannst du in meinem Artikel über Fieber
  • Brustwickel können den Husten lindern. Dazu eignet sich unteranderem die Zitrone sehr gut.
  • Thymian-Myrte-Balsam ist hilfreich. Thymian wirkt schleimlösend, antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend und schmerzstillend. Myrte wirkt: schleimlösend, antibakteriell, beruhigend, krampflösend und schmerzstillend.
  • Engelwurzbalsam wirkt: antiseptisch, krampflösend und hilft auch wunderbar bei Schnupfen.
  • Thymiantee, Lindenblütentee, Huflattichtee oder eine Teemischung aus Fenchel, Spitzwegerich, Süßholzwurzel und Thymian, können bei einer Bronchitis Linderung verschaffen und die Heilung unterstützen.
  • Spitzwegerichhustensaft oder auch Tee helfen ebenfalls. Spitzwegerich wirkt: antibakteriell, entzündungshemmend und schleimlösend.
  • Efeuhustensaft hat sich auch bewährt in der Behandlung. Efeu wirkt: schleimlösend und entzündungshemmend.
  • Mehr über die Behandlung von Husten kannst du in meinem Artikel über Husten
  • Außerdem können Inhalationen mit Thymian die Bronchien befeuchten, den Schleimlösen und die Heilung anregen.
  • Gönne deinem Kind viel Ruhe, denn wenn der Körper zu Ruhe kommt, können die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.
  • Trinken ist wichtiger als Essen. Denn ausreichend Flüssigkeit hält auch den Schleim in den Bronchien flüssig, um dieses abzuhusten zu können.
  • Wichtig ist es, denn Körper Warm zu halten. Viele Kinder reagieren auf zu starke Temperaturschwankungen mit einer Bronchitis (ganzheitlicher Ansatz).
  • Zusätzlich ist es Sinnvoll das Immunsystem des Kindes zu stärken. Ließ mehr in meinem Artikel darüber wie du das Immunsystem deines Kindes unterstützen kannst.
  • Wenn du genaue Hinweise zur Dosierung und Durchführung meiner Tipps haben möchtest, lade ich dich gerne in meinen Online Crashkurs Kindernaturheilkunde Dort werden die Tipps ausführlich erklärt und du findest Rezepte um die Tipps umsetzen zu können.

Wann solltest Du mit deinem Kind zum Kinderarzt?

Du solltest immer mit deinem Kind zu Kinderarzt gehen, wenn der Husten länger als 14 Tage anhält. Bei Atemnot oder Blaufärbung um den Mund herum (Zyanose)! Sobald dein Kind bluteigen Auswurf hat, ist ein Arzt aufzusuchen! Und natürlich, wenn dein Kind sich extrem Schlapp verhalt und zu wenig trinkt.

Ich hoffe dir hat dieser Beitrag neue Erkenntnisse gebracht. Ich freue mich, wenn Du meinen Blog auch deinen Freunden empfiehlst und wenn du meinen Newsletter abonnierst. Gerne lade ich dich auch in meine Facebookgruppe ein, wo Du mir jederzeit deine Fragen stellen kannst. Du möchtest noch mehr aus der Kindernaturheilkunde lernen? Dann empfehle ich dir gerne meine Bücher und meine Online Kurse, schau dich unter meinen Menüs BÜCHER und KURSE um. Folge mir auch auf Facebook, Instagram, Pinterest und YouTube sowie SoundCloud.

Bei Fragen, Anregungen oder Verbesserungsideen schreib mir gerne eine Mail.

Bleib gesund!

Deine Isabel

Bindehautentzündung

Bindehautentzündung

Besonders im Kleinkindalter kommt sie sehr häufig vor. Ehe man sich versieht, hat das Kind rote Augen. Oder es läuft gleich der Eiter aus den Augen hinaus. Vor allem in Kindergärten und Schulen geht es mit der Ansteckung besonders schnell. Bei einer Bindehautentzündung, auch Konjunktivitis genannt, muss definitiv schnell gehandelt werden. Die Konjunktivitis ist die häufigste Augenerkrankung im Kindesalter.

Was ist es? Wie erkennst du es?

Bei der Bindehautentzündung handelt es sich um eine Infektion des Auges. Sie kommt bei Kindern sehr häufig vor und sollte nicht unbehandelt bleiben. Wichtig ist es, die Augen zu reinigen und entsprechend zu behandeln.

In der Regel wird eine Bindehautentzündung durch Viren, manchmal auch durch Bakterien hervorgerufen. Aber auch chemische Stoffe, welche die Bindehaut reizen, können zu einer Entzündung des Auges führen. Bei einem Schwimmbadbesuch kann das Kind mit geröteten Augen auf das Chlor im Schwimmwasser reagieren. Solch eine chemische Reizung klingt in der Regel allein nach 1-2Tagen wieder ab. Außerdem kann Zugluft die Bindehaut des Auges stark reizen und zu Rötungen und Entzündungen führen. Bei einer Hausstaub- & Pollenallergie kann es ebenfalls zu einer Reizung der Augen kommen. In diesem Artikel geht es vorrangig um die durch Viren, selten durch Bakterien hervorgerufene Bindehautentzündung.

Wenn dein Kind eine Bindehautentzündung hat, wird dies in der Regel durch gerötete Augen auffallen. Die geröteten Augen kommen durch die gesteigerte Durchblutung der Adern zustande. Als nächstes kann es sein, dass die Augen deines Kindes anfangen zu jucken. Manchmal brennen sie auch und es kann zu einem vermehrten Tränenfluss kommen. Im weiteren Verlauf kann es dann dazu kommen, dass die Augen eitriges, schleimiges Sekret absondern. Dieses Sekret kann die Wimpern verkleben, vor allem nach dem Schlafen können die Augen deines Kindes verklebt sein. Manchmal können die Kinder ihre Augen auch gar nicht mehr öffnen, weil sie stark verklebt sind. Begleitet werden können diese Symptome zusätzlich von Fieber und Schwellungen der Augenliedern. Selten kann es auch zu einer Lymphknotenschwellung im Kieferbereich kommen. Außerdem kann dein Kind ein Fremdkörpergefühl im Auge haben. Da die Bindehaut voller Nerven ist, kann eine Entzündung auch von Schmerzen begleitet werden. Eine Bindehautentzündung heilt in der Regel nach 2-4 Tagen vollständig ab.

Wie kann dein Kind sich anstecken und wie lange dauert die Inkubationszeit?

Die Ansteckung erfolgt über Schmierinfektion. Das infektiöse Sekret ist für die Ansteckung verantwortlich. Das Ansteckungspotential ist sehr hoch und daher sollten Kinder immer zu Hause bleiben! Eine Ansteckung andere Kinder sollte vermieden werden! Zu Hause ist eine gute Händehygiene wichtig, um andere Familienmitglieder vor einer Ansteckung zu schützen.

Wenn dein Kind sich angesteckt hat, kann es schon nach wenigen Stunden manchmal auch erst nach 1-2Tagen zu ersten Symptomen kommen.

Was gibt es für Besonderheiten?

Es ist sehr ansteckend, daher sollte der Kontakt zu anderen Menschen gemieden werden. Es kann sein, dass Kinder mit Bindehautentzündung mit Lichtscheue reagieren. Die Lichtscheue kann aufgrund der Starken Reizung der Nervenreichen Bindehaut entstehen. Es kann hilfreich sein dem Kind, solange die Lichtscheue besteht, eine Sonnenbrille zu geben, um die Augen zu schützen.

Was macht der Kinderarzt?

Die meisten Bindehautentzündungen klingen auch ohne Behandlung genauso schnell ab, wie mit Behandlung. Ein Kinderarzt verordnet in der Regel Antibiotische Augentropfen oder Augensalben. (Bedenke die helfen nur bei Bakteriellen Infekten. In den meisten Fällen sind Viren für die Infektion verantwortlich). Sollten noch andere Auffälligkeiten am Auge hinzukommen, macht ein Kinderarzt ggf. auch einen Augenabstrich.

Wie kann die Naturheilkunde helfen?

  • Als erstes ist es wichtig, KEINEN Kamillentee zu nutzen. Das wird immer wieder empfohlen, ist aber wegen der Schwebestoffe nicht ratsam. Diese Schwebestoff können die Bindehaut schlimmstenfalls zusätzlich reizen und das wollen wir ja vermeiden.
  • Zur Reinigung des Auges eignen sich Augengüsse mit lauwarmen Wasser. Außerdem kann Fencheltee sehr gut zur Reinigung genutzt werden. Fenchel entspannt die Bindehaut, löst den Schleim und wirkt antibakteriell (gegen Bakterien). Bei der Reinigung immer von außen nach innen vorgehen, um die Keime wirklich aus dem Auge raus zu waschen und nicht tiefer reinzubringen.
  • Augenkompressen mit Augentrost und Fenchel können helfen. Augentrost (Euphrasia officinalis) wirkt: entzündungshemmend, antibakteriell und schmerzlindernd. Bitte achte auf eine gute Qualität und kaufe dir diese Heilkräuter in der Apotheke.
  • Minzeauflagen können helfen die Augenlider abschwellen zu lassen. Minze wirkt: antiseptisch, entzündungshemmend und kühlend.
  • Salbeiauflagen wirken: antibakteriell und entzündungshemmend.
  • Augenkompressen mit der Kräuter Augenpflege von Salus® lindern auch zuverlässig die Beschwerden der Bindehautentzündung und helfen bei der Heilung.
  • Wichtiger Tipp: Wechsel das Kopfkissen deines Kindes täglich solange die Augen Sekret aussondern, damit es sich nicht erneut ansteckt, wenn die Entzündung schon abheilt.
  • Zusätzlich zur Behandlung am Auge ist es wichtig, dass Immunsystem des Kindes zu stärken. Mehr dazu kannst du in meinem anderen Blogartikel darüber lesen.
  • Wenn du genaue Hinweise zur Dosierung und Durchführung meiner Tipps haben möchtest, lade ich dich gerne in meinen Online Crashkurs Kindernaturheilkunde Dort werden die Tipps ausführlich erklärt und du findest Rezepte um die Tipps umsetzen zu können.

Wann solltest Du mit deinem Kind zum Kinderarzt?

Wenn nach 2-3 Tagen keine Besserung auftritt, solltest du den Kinderarzt aufsuchen. Außerdem gehe bitte sofort zum Kinderarzt, wenn dein Kind starke Schmerzen hat.

Ich hoffe dir hat dieser Beitrag neue Erkenntnisse gebracht. Ich freue mich, wenn Du meinen Blog auch deinen Freunden empfiehlst und wenn du meinen Newsletter abonnierst. Gerne lade ich dich auch in meine Facebookgruppe ein, wo Du mir jederzeit deine Fragen stellen kannst. Du möchtest noch mehr aus der Kindernaturheilkunde lernen? Dann empfehle ich dir gerne meine Bücher und meine Online Kurse, schau dich unter meinen Menüs BÜCHER und KURSE um. Folge mir auch auf Facebook, Instagram, Pinterest und YouTube sowie SoundCloud.

Bei Fragen, Anregungen oder Verbesserungsideen schreib mir gerne eine Mail.

Bleib gesund!

Deine Isabel

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.