Magen-Darm-Infekt – Teil 2 Erbrechen

Magen-Darm-Infekt – Teil 2 Erbrechen

Erbrechen

Erbrechen kann viele Auslöser haben. Bei Säuglingen sagt man häufig: „Speikinder sind Gedeihkinder!“ Tatsächlich gibt es Babys, die häufig spucken. Gelegentliches Erbrechen bei Babys kann von zu viel Nahrung kommen, aber auch zu viel Luft im Bauch oder große Aufregung kann zu Erbrechen führen. Ebenso kann es beim Zahnen, bei Husten und Schupfen zum Erbrechen kommen. Dieses Erbrechen ist nicht bedenklich.

Bedenklich wird Erbrechen im Säuglingsalter, wenn jede Mahlzeit im hohen Bogen – also schwallartig Erbrochen wird, da kann ein Magenpförtnerkrampf (eine Pylorusstenose) die Ursache sein. Sollte dein Baby nach jeder Mahlzeit im Schwall erbrechen, dann lass dies bitte ärztlich mit einem Ultraschall abklären.

In den ersten 6 Monaten kann es bei Babys aber auch zum Erbrechen kommen, weil sie einen Reflux haben, da schließt der Mageneingang nicht vollständig und so kann Nahrung immer wieder die Speiseröhre hinauffließen, dass verwächst sich meist mit zunehmendem Alter der Säuglinge.

Kleinkinder können bei extremen Stress auch mit Erbrechen reagieren, weil durch den Stress der Sympathische Nerv übererregt wird und ein Erbrechen auslösen kann.

Das sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Erbrechen kann ein Symptom für viele Grunderkrankungen sein. Meistens ist es aber ein Zeichen für einen Infekt, deshalb möchte ich jetzt nur über das Erbrechen im Rahmen eines Magen-Darm-Infektes schreiben. Meistens beginnen die sogenannten Magen-Darm-Grippen oder auch Magen-Darm-Infekte mit Erbrechen. Die Kinder fühlen sich in der Regel nicht wohl, essen wenig oder haben gar keinen Hunger und sind blass und lustlos. Die Kinder erbrechen und meistens tritt nach 1-2 Tagen auch Durchfall auf. Erbrechen an sich ist meist nach 1-2 Tagen überstanden, sollte es länger anhalten, bedarf es ärztlicher Abklärung. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Körper das Erbrechen nutzt, um sich vor Schädlichen Nahrungsmitteln und Erregern zu entledigen. Der Körper reinigt sich durch das Erbrechen, daher sollte es auch nicht unterdrückt werden.

Ursachen für Erbrechen:

• Verdorbene Lebensmittel
• Unverträglichkeiten auf Medikamente
• Viren (z.B. Rotaviren oder Noroviren)
• Bakterien (z.B. E. coli oder Salmonellen)
• Reisekrankheit, dass Kind reagiert mit Erbrechen, wenn es sich beim Autofahren unwohlfühlt, da liegt die Ursache im Gleichgewichtssinn und meistens hört es mit zunehmendem Alter auf, oder wird besser.
• Erbrechen nach einer Gehirnerschütterung
• Erbrechen nach einem Schockerlebnis
• Erbrechen bei Migräne
• Erbrechen bei Darmverschluss
• Erbrechen kann viele Krankheiten begleiten, daher sollte es gut beobachtet werden

Tipps bei Erbrechen aus der Naturheilkunde für dein Kind:

• Wärmeanwendung auf dem Bauch (Körnerkissen oder auch Bauchwickel in der Magenregion) Wärme entspannt den Magen und beruhigt.
• Kamillensalbe auf den Bauch massieren in der höhe des Magen (linke Seite des Bauches vom Kind aus)
• Ingwertee hilft gegen Übelkeit
• Melissentee beruhigt des Magen
• Fencheltee
• Heidelbeertee aus getrockneten Heidelbeeren
• In meinem Online Crashkurs warten noch viel mehr Tipps und Rezepte auf dich

ACHTUNG:

Sobald das Kind anhaltend erbricht oder blutig erbricht, bedarf es der unverzüglichen ärztlichen Abklärung.

Wenn du noch mehr zu diesem Thema lernen möchtest, dann hol dir meinen Online Crashkurs Kindernaturheilkunde. Dort erwarten dich weitere Tipps und Rezepte, und neben umfangreichen Informationen, bekommst du meine Empfehlung wann du zum Arzt gehen solltest, und was du selber schon unternehmen kannst um deinem Kind zu helfen.

Magen-Darm-Infekt – Teil 1 Was tun?

Magen-Darm-Infekt – Teil 1 Was tun?

Gerade in den Wintermonaten treten häufig die sogenannten Magen-Darm-Infekte, Brechdurchfall oder Magen-Darm-Grippen auf. Die Kinder erbrechen plötzlich oder bekommen Durchfall oder haben beides, daher habe ich für euch zusammengefasst, wie ihr euren Kindern mit Naturheilkunde helfen könnt.

Durchfall

Du kennst es bestimmt, aus heiterem Himmel kommt er und meistens verschwindet er dann auch nach ein paar Tagen wieder… der Durchfall. Beim Durchfall handelt es sich um eine Störung im Darm. Durchfall an sich ist keine Krankheit, der veränderte Stuhl ist ein Symptom. Eine Reizung (Viren/Bakterien geben ein Toxin= Gift in die Schleimhaut des Darms) der Schleimhaut im Dünndarm und Dickdarm ist dafür verantwortlich, dass die Nahrung vom Darm nicht mehr adäquat aufgenommen werden kann. Aufgrund dieser Reizung, welche meist durch einen Infekt durch Viren oder Bakterien verursacht ist, kommt es zum Durchfall. Bei Babys und Kleinkindern kann es sehr häufig zu Durchfällen kommen. Das liegt zum einen in der anfänglichen unreife des Darmes und zum anderen ist das Immunsystem der Kleinen häufig noch nicht so stabil, so dass es anfälliger ist.

Außerdem kann es aufgrund von Nahrungsmittelunverträglichkeiten ebenfalls zu Durchfällen kommen, die ihre Ursache dann nicht in Viren und in seltenen Fällen durch Bakterien, sondern in einer allergischen Reaktion begründet haben. Genauso können verdorbene Lebensmittel zu Durchfall führen, oder auch der Verzehr von zu fettigen Gerichten. Aber auch seelische Belastungen können bei Kindern zu Durchfällen führen. Der Darm an sich ist sehr empfänglich für seelische Leiden. Wir kennen es sicher alle, dass kleine Kinder häufig über Bauchschmerzen klagen, als Ausdruck, dass es ihnen nicht gut geht.

Was sind die typischen Symptome bei Durchfall?

Der normalerweise wohlgeformte Stuhl (ja komisches Wort 😊), ist in seiner Konsistent geändert. Er kann einfach nur weicher sein, oder eine breiige Konsistenz haben. Schlimmstenfalls wird er dünnflüssig oder sogar wässrig. Außerdem kommet es neben der Konsistenzänderung auch zu Änderungen der Stuhlfrequenz, also der Häufigkeit der Darmentleerung. Der Darm entleert sich bei einer Durchfallerkrankung oder Unverträglichkeit häufiger als im Normalfall. In der Regel sagt man mehr als 3 Stühle pro Tag sind mehr als normal.

Besonderheiten bei Durchfall:

Durch einen langanhaltenden Durchfall kann es bei Babys und Kleinkindern zu Flüssigkeitsverlust kommen. Bedingt dadurch kann es zu einem Ungleichgewicht im Mineralhaushalt kommen, welche besonders für kleine Kinder schnell lebensbedrohlich werden kann. Der kleine Körper kann somit schneller austrocknen, was dann wieder den Kreislauf belasten kann.

Ursachen für akuten Durchfall:

• Infektionen mit z.B. Rotaviren, Noroviren
• Infektion durch Escherischia coli ein Bakterium
• Lebensmittelvergiftung bei einer Salmonelleninfektion
• Reaktion auf Medikamente z.B. nach Antibiotikagaben

Tipps aus der Naturheilkunde bei akutem Durchfall:

• Bauchwickel mit Kamille oder Thymian
• Griebener Apfel (Pektin reguliert die Verdauung)
• Heidelbeertee
• Elektrolytlösungen (in meinem Online Crashkurs gibt es dazu ein Rezept)
• Hefehaltige Präparate
• In meinem Online Crashkurs warten noch weit mehr als 20 Tipps und Rezepte auf dich

WICHTIG:

Bei Säuglingen kann es innerhalb von einem Tag zu Flüssigkeitsverlusten und Ungleichgewicht des Mineralhaushalt kommen, während Kleinkinder und Schulkinder ein größeres Puffer haben, dennoch sollte ein Durchfall nicht länger als 4 Tage andauern.

Achte auf eine gute Hautpflege am Po, bei vielen Durchfällen kann die dünne Haut um den Anus schnell wund werden. Ich empfehle da eine Pflege mit Ringelblumensalbe.

Unbedingt meiden:

Immer wieder hört man, dass bei Durchfall Cola und Salzstangen empfohlen werden. Die Salzstangen sind ok, aber BITTE gebe deinem Kind KEINE Cola! Diese enthält viel zu viel schädliche Stoffe und zuviel Zucker. Außerdem ist Koffein für Kinder nicht zu empfehlen, und er wirkt urinfördernd, also fördert Cola die Flüssigkeitsausscheidung und wir möchte ja beim akuten Durchfall die Flüssigkeit im Kind behalten um eine Austrocknung zu vermeiden.

In meinem Online Crashkurs Kindernaturheilkunde habe ich weitere Tipps und Rezepte für dich. Darin bekommst du Infos zur richtigen Ernährung bei Durchfall, ich erkläre dir wie du vorbeugen kannst und was du auf Reisen beachten sollltest. Du bekommst meine Empfehlung wann du zum Arzt gehen solltest und wie du selber feststellen kannst, ob dein Kind noch mit genug Flüssigkeit versorgt ist.

Meine Top 5 bei Erkältung bei Babys und Kleinkindern

Meine Top 5 bei Erkältung bei Babys und Kleinkindern

Wir kennen es alle, Winterzeit ist meistens auch Schnupfenzeit. Doch was genau ist Schnupfen? Was kannst du tun, um deinem Baby und Kleinkind zu helfen, gut durch die Erkältung zu kommen? Ich habe meine Top 5 aus der Kindernaturheilkunde für euch zusammengefasst.

Schnupfen ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf Viren und Bakterien. Bei einem Schnupfen oder auch Rhinitis genannt, dringen Viren oder Bakterien in die Schleimhautzellen der Nasenschleimhaut und vermehren sich dort, oder lösen eine Abwehrreaktion hervor. Symptome des Schnupfens kennen wir alle: die Nase läuft (fördert viel Sekret) und wir müssen häufig Niesen und das Atmen durch die Nase kann uns schwerfallen. Die Nasenschleimhäute sind geschwollen und gereizt. Gerade Babys und Kleinkinder können, durch einen für uns harmlosen Schnupfen, sehr beeinträchtigt sein. Durch die behinderte Nasenatmung kann das Trinken schwerfallen und das Schlafen zur Herausforderung werden. Babys sind Nasenatmer, daher macht ihnen ein Schnupfen doppelt zu schaffen. Viele Kinder sind dann sehr Nähe bedürftig oder weinen viel. Eine Erkältung kann vier bis sieben Tage dauern. In den meisten Fällen sind die Verläufe harmlos. Ist der Schnupfen nach 7-10 Tagen nicht verheilt, geh bitte mit deinem Kind zum Kinderarzt.

Hier sind meine Top 5, die deinem Baby und Kleinkind/Kind helfen können, gut durch den Schnupfen durch zu kommen:

1. Engelwurzelbalsam auf die Nasenflügel und unter die Fußsohlen einmassieren (dann warme Socken anziehen) Den Balsam kannst du in der Apotheke kaufen, oder selber herstellen.
2. Zwiebeln: Eine geschnittene Zwiebel neben dem Bett hilft die Nase zu befreien. Die Zwiebeldämpfe sind sehr wirksam.
3. Muttermilch in die Nase träufeln, dies pflegt die Nasenschleimhaut und die Antikörper aus der Muttermilch können gezielt arbeiten.
4. Nachts den Oberkörper erhöht lagern, um die Atmung zu erleichtern.
5. Hänge ein feuchtes Handtuch über die Heizung, dass sorgt für eine gute Luftfeuchtigkeit, denn trockene Luft reizt die Atemwege zusätzlich.

WICHTIG: Babys und Kleinkindern dürfen nicht mit Menthol, Eukalyptus oder Campher eingerieben werden. Bitte vermeide Produkte, in denen diese Inhaltsstoffe vorkommen. Diese ätherischen Öle können zu akuter Atemnot führen, da sie zu stark reizend auf die sensiblen Atemwege wirken.

Ist dein Baby jünger als 6 Monate? Dann verzichte am besten komplett auf ätherische Öle. Vermeide ätherische Öle im Gesicht deines Babys. Was du aber bedenkenlos nutzen kannst ist: Majoranbutter, Engelwurzelbalsam (bitte darauf achten, dass er für Babys hergestellt wurde, dann ist die Konzentration der Öle entsprechend reduziert). Außerdem helfen gerade bei Babys und Kleinkindern, die Schnupfencreme (Weleda) oder der Nasenbalsam für Kinder (Wala).

Noch ein Wort zu ätherischen Ölen:

Immer wieder lese ich in den verschiedenen Foren, dass von ätherischen Ölen bei Babys und Kleinkindern dringend abgeraten wird. Das ist leider nicht ganz richtig. Auch bei Babys und Kleinkindern können ätherische Öle verwendet werden. Entscheidend dabei ist, welche Öle man verwendet und welche Qualität die Öle haben. Außerdem spielt die Konzentration des Öls eine sehr wichtige Rolle. Also du siehst, das richtige Öl, in bester Qualität und der richtigen Dosierung wird deinem Baby und Kleinkind helfen gesund zu werden und keinen Schaden anrichten. Bitte übernimm hier die Verantwortung und prüfe die Öle die du verwendest. Stark verdünnt, können ätherische Öle je nachdem welches Öl genutzt werden soll, schon ab dem 3ten bis 6ten Lebensmonat angewendet werden. Hier gilt unbedingt ein achtsamer Umgang. Bei Babys und Kleinkindern sollte ein ätherisches Öl mit einem Pflanzenöl verdünnt werden. Dazu für Babys ab ca. 6 Monaten: ca. 2-3 Tropfen ätherisches Öl in 20ml Pflanzenöl lösen. Für Kinder ab 2 Jahren: 4-5 Tropfen ätherisches Öl in 20ml Pflanzenöl mischen. Für Kinder ab 5 Jahren: 6 Tropfen ätherisches Öl in 20ml Pflanzenöl mischen. Als Pflanzenöl eignet sich: Mandelöl oder Jojobaöl.

Grundsätzlich gilt, je jünger das Kind, desto weniger ätherische Öle verwenden. Bei Säuglingen generell lieber sparsam verwenden.

Hier gilt der Satz „Manchmal ist weniger mehr“. Achte bitte immer darauf, ob dein Baby/Kleinkind Hautreizungen vom Öl entwickelt. Die Haut der Babys und Kleinkinder ist viel empfindlicher und daher ist darauf zu achten, dass sich keine Allergien entwickeln.

Ich hoffe dir hat dieser Beitrag neue Erkenntnisse gebracht. Ich freue mich, wenn Du meinen Blog auch deinen Freunden empfiehlst und wenn du meinen Newsletter abonnierst. Gerne lade ich dich auch in meine Facebookgruppe ein, wo Du mir jederzeit deine Fragen stellen kannst. Du möchtest noch mehr aus der Kindernaturheilkunde lernen? Dann empfehle ich dir gerne meine Bücher und meine Online Kurse. Folge mir auch auf SoundCloud und YouTube sowie meiner Seite auf Facebook.

Bei Fragen, Anregungen oder Verbesserungsideen schreib mir gerne eine Mail.

Bleib gesund!

Deine Isabel

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